Koinzidenz, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Koinzidenz · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungKo-in-zi-denz
HerkunftLatein
formal verwandt mitkoinzidieren
eWDG, 1969

Bedeutung

das Zusammentreffen von zwei Ereignissen
Beispiel:
Eine ähnliche Koinzidenz von Unglück und Glück hat sich einigemale wiederholt [H. MannZeitalter191]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Koinzidenz f. ‘zeitlicher oder räumlicher Zusammenfall’, entlehnt (18. Jh.) wohl über frz. coïncidence (15. Jh.) aus gleichbed. mlat. coincidentia, gebildet zu mlat. coincidere ‘zusammentreffen, -fallen’ (frz. coïncider); vgl. lat. con- und lat. incidere ‘hineinfallen, treffen, sich begegnen’, zu lat. cadere ‘fallen, sinken’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Aufeinandertreffen · ↗Zusammenfall · ↗Zusammentreffen · zufälliges Zusammentreffen  ●  Koinzidenz (bildungssprachl.)  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Datum Ereignis Gegensatz Zufall auffällig bemerkenswert bloß erstaunlich fatal geheimnisvoll glücklich historisch kurios makaber merkwürdig räumlich schön seltsam tragisch unglücklich zeitlich zufällig überraschend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Koinzidenz‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

An dieser Stelle sollte die Koinzidenz der historischen Ereignisse helfen.
Die Zeit, 17.05.2010, Nr. 20
Und doch ist es mehr als nur eine seltsame Koinzidenz der Ereignisse.
Süddeutsche Zeitung, 26.04.2002
Die Berechtigung zu dieser Annahme leitet man aus zwei Koinzidenzen ab.
Rösler, Frank: Hirnelektrische Korrelate Kognitiver Prozesse, Berlin: Springer 1982, S. 33
Schon die zunehmende Koinzidenz der prophetischen Sündenregister mit den dekalogischen Geboten spricht dafür.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. III, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 339
Denn die Deckung eines Maßstabes mit dem zu messenden Objekt, oder die Koinzidenz der Enden läßt sich nicht mit unbegrenzter Genauigkeit feststellen.
Mach, Ernst: Erkenntnis und Irrtum. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1905], S. 9630
Zitationshilfe
„Koinzidenz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Koinzidenz>, abgerufen am 15.10.2019.

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