Kobalt, das oder der

GrammatikSubstantiv (Neutrum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Kobalt(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungKo-balt (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Kobalt‹ als Erstglied: ↗Kobaltbestrahlung · ↗Kobaltblüte · ↗Kobaltbombe · ↗Kobalterz · ↗Kobaltkanone · ↗Kobaltverbindung · ↗kobaltblau · ↗kobalthaltig
 ·  mit ›Kobalt‹ als Letztglied: ↗Glanzkobalt · ↗Scherbenkobalt · ↗Speiskobalt
eWDG, 1969

Bedeutung

dem Nickel ähnliches, stahlgraues, glänzendes, in Luft und Wasser beständiges, magnetisches Metall von großer Zähigkeit und Härte, das in der Technik und Medizin verwendet wird
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kobalt n. dem Nickel ähnliches und meist mit diesem gemeinsam vorkommendes Metall. Die im 16. Jh. aufkommende Bezeichnung Cobalt (Mathesius), auch Kobolt (Paracelsus) und Cobel, ist die obsächs. Form von ↗Kobold (s. d.) und (wie ↗Nickel, ↗Wolfram, s. d.) zunächst ein Scheltwort der Bergleute für ein für wertlos gehaltenes Mineral, das bei der Verhüttung nicht das erwartete Produkt (z. B. Silber) ergibt. Nach dem Glauben der Bergleute schob ein Berggeist (Kobold) ein solches Metall unter, nachdem er das Silber geraubt hatte. Seit dem 17. Jh., als man das Metall zur Blaufärbung zu nutzen begann (vgl. kobaltblau), gewinnt der Ausdruck an Verbreitung.

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Co (Symbol) · Kobalt  ●  Cobalt  fachspr.
Oberbegriffe
  • Nebengruppenelement
Zitationshilfe
„Kobalt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kobalt>, abgerufen am 27.05.2019.

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