Knobelbecher, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungKno-bel-be-cher
WortzerlegungknobelnBecher
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich Würfelbecher
2.
Soldatensprache kurzer Schaftstiefel des Soldaten
Beispiel:
Ich mußte mich mit meinen zivilen Schnürstiefeln zufriedengeben und bekam keine Knobelbecher [GrassBlechtrommel269]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

knobeln · ausknobeln · Knobelbecher
knobeln Vb. ‘durch ein Spiel auslosen, würfeln’; ausknobeln Vb. ‘eine strittige Sache durch Würfeln entscheiden’, woraus übertragen knobeln ‘angestrengt über die Lösung eines Problems nachdenken’. Das in der Studentensprache (zuerst 1813) bezeugte Verb im Sinne von ‘nach bestimmten Regeln um die Zeche würfeln’ wird im Laufe des 19. Jhs. allgemeinsprachlich. Es ist abgeleitet vom Substantiv Knobel ‘(Finger)knöchel’, (daraus hergestellter) ‘Würfel’, ahd. knovel (Hs. 13. Jh.), mhd. knübel, (md.) knubel ‘(Finger)knöchel’, Plur. auch ‘Faust’, verwandt mit ↗Knopf (s. d.). Knobelbecher m. ‘Würfelbecher’ (19. Jh.), in der Soldatensprache des ersten Weltkriegs ‘kurzer Schaftstiefel’ (im Vergleich mit dem ledernen Würfelbecher).

Thesaurus

Synonymgruppe
Stiefel  ●  ↗Boot  engl. · ↗Botten  ugs. · Knobelbecher  ugs., Soldatensprache, militärisch
Oberbegriffe
Zitationshilfe
„Knobelbecher“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Knobelbecher>, abgerufen am 27.05.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Knobel
knitz
knittrig
knittern
knitterig
knobeln
Knobi
Knoblauch
Knoblauchbaguette
Knoblauchbutter