Knicker, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Knickers · Nominativ Plural: Knicker
Aussprache
WorttrennungKni-cker
Wortbildung mit ›Knicker‹ als Erstglied: ↗knickerig · ↗knickrig  ·  mit ›Knicker‹ als Letztglied: ↗Erzknicker
eWDG, 1969

Bedeutung

salopp, abwertend jmd., der übertrieben sparsam ist, Knauser
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

knicken · Knick · Knicker · knick(e)rig · knickern
knicken Vb. ‘in den Knien wanken, scharf umbiegen, falten, halb durch-, anbrechen, einen Riß, Sprung bekommen’, frühnhd. ‘schwankend gehen’ (15. Jh.), wohl Übernahme von mnd. knicken ‘im Knöchel, im Gelenk einknicken, spreizen, abbrechen, halb durchbrechen’, das mit mnl. cnicken ‘knacken, beugen, halb durchbrechen’, nl. knicken und (ablautend) anord. kneikja ‘biegen, zusammendrücken’, schwed. kneka ‘sich beugen’ an ie. *gneig-, eine Erweiterung der unter ↗kneipen (s. d.) genannten Wurzel ie. *gen- ‘zusammendrücken, kneifen, zusammenknicken’, angeknüpft werden kann. knicken steht auch, zumal in älterer Sprache, für ‘die Knie beugen, knicksen’ (s. ↗Knicks), für ‘geizen, knausern’ (s. unten knickern), ferner (wohl unter dem Einfluß von lautmalendem ↗knacken, s. d.) ‘einen hellen, kurzen Laut geben, mit leichtem Geräusch zerdrücken’. Knick m. ‘Sprung, feiner Bruch, scharfe Biegung’, auch ‘heller, kurzer Laut’ (17. Jh.), anfangs auch ‘Knicks’, nordd. ‘mit Büschen bepflanzter Erdwall’ (16. Jh.), mnd. knick ‘Hecke auf einem niedrigen Wall’. Knicker m. ‘wer übertrieben sparsam ist, Geizhals, Knauser’ (17. Jh.). knick(e)rig Adj. ‘übertrieben sparsam, geizig, knauserig’, knickern Vb. ‘knickrig sein’ (beide 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Filz · Knicker  ●  Sparfuchs  positiv · ↗Geizhals  ugs., Hauptform · ↗Geizkragen  ugs. · ↗Knauser  ugs. · Knauserer  ugs. · ↗Pfennigfuchser  ugs.
Oberbegriffe
  • unangenehme Person  ●  ↗Unsympath  männl. · Unsympathin  weibl.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch der Verlag, der alte Knicker, hat sich wenig spendabel gezeigt und mit Abbildungen allzu sehr gegeizt.
Der Tagesspiegel, 03.08.2003
Antonius hatte einen Heidenspaß, wenn der Knicker allmählich etwas mehr versprach, schließlich, bloß um es einmal auszuprobieren, sogar ein hohes Almosen zusicherte.
Die Welt, 15.01.2000
Zitationshilfe
„Knicker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Knicker#1>, abgerufen am 24.10.2019.

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Knicker, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Knickers · Nominativ Plural: Knicker
Aussprache
WorttrennungKni-cker
eWDG, 1969

Bedeutung

Jägersprache kurzes Messer für den Genickfang
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

knicken · Knick · Knicker · knick(e)rig · knickern
knicken Vb. ‘in den Knien wanken, scharf umbiegen, falten, halb durch-, anbrechen, einen Riß, Sprung bekommen’, frühnhd. ‘schwankend gehen’ (15. Jh.), wohl Übernahme von mnd. knicken ‘im Knöchel, im Gelenk einknicken, spreizen, abbrechen, halb durchbrechen’, das mit mnl. cnicken ‘knacken, beugen, halb durchbrechen’, nl. knicken und (ablautend) anord. kneikja ‘biegen, zusammendrücken’, schwed. kneka ‘sich beugen’ an ie. *gneig-, eine Erweiterung der unter ↗kneipen (s. d.) genannten Wurzel ie. *gen- ‘zusammendrücken, kneifen, zusammenknicken’, angeknüpft werden kann. knicken steht auch, zumal in älterer Sprache, für ‘die Knie beugen, knicksen’ (s. ↗Knicks), für ‘geizen, knausern’ (s. unten knickern), ferner (wohl unter dem Einfluß von lautmalendem ↗knacken, s. d.) ‘einen hellen, kurzen Laut geben, mit leichtem Geräusch zerdrücken’. Knick m. ‘Sprung, feiner Bruch, scharfe Biegung’, auch ‘heller, kurzer Laut’ (17. Jh.), anfangs auch ‘Knicks’, nordd. ‘mit Büschen bepflanzter Erdwall’ (16. Jh.), mnd. knick ‘Hecke auf einem niedrigen Wall’. Knicker m. ‘wer übertrieben sparsam ist, Geizhals, Knauser’ (17. Jh.). knick(e)rig Adj. ‘übertrieben sparsam, geizig, knauserig’, knickern Vb. ‘knickrig sein’ (beide 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Filz · Knicker  ●  Sparfuchs  positiv · ↗Geizhals  ugs., Hauptform · ↗Geizkragen  ugs. · ↗Knauser  ugs. · Knauserer  ugs. · ↗Pfennigfuchser  ugs.
Oberbegriffe
  • unangenehme Person  ●  ↗Unsympath  männl. · Unsympathin  weibl.
Assoziationen
Zitationshilfe
„Knicker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Knicker#2>, abgerufen am 24.10.2019.

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