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Klippe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Klippe · Nominativ Plural: Klippen
Aussprache
WorttrennungKlip-pe
Wortbildung mit ›Klippe‹ als Erstglied: ↗klippenlos · ↗klippenreich · ↗klippig
 ·  mit ›Klippe‹ als Letztglied: ↗Examensklippe · ↗Felsenklippe · ↗Felsklippe · ↗Fiskalklippe · ↗Gesteinsklippe · ↗Haushaltsklippe · ↗Meeresklippe · ↗Meerklippe
eWDG, 1969

Bedeutung

schroffer, steil hervortretender Felsen im Meer
Beispiele:
die Wellen brechen sich an der Klippe
die Klippe ragt weit ins Meer hinaus, fällt steil ins Meer ab
das Schiff lief auf eine Klippe auf, strandete, zerschellte an der Klippe
übertragen Schwierigkeit
Beispiele:
eine Klippe überwinden
er verstand es, bei der Verhandlung die gefährlichen Klippen geschickt zu umschiffen
an dieser Klippe ist das ganze Unternehmen gescheitert
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Klippe · Kliff · Klippfisch
Klippe f. ‘schroffer, steil hervortretender Felsen im oder am Meer’, übertragen ‘Hindernis, Schwierigkeit’, ein nd. Küstenwort, bereits seit dem 16. Jh. auch in der Literatursprache (vgl. Steinklippen, 1566). Niederrhein. klippe (14. Jh.), mnd. klippe, mnl. clippe, nl. klip ist offenbar Weiterbildung eines älteren, in ahd. kleb (um 900), asächs. mnd. nl. anord. klif, mnl. clif, clef, aengl. clif, engl. cliff vorliegenden Substantivs, das als Kliff n. ‘schroffer Felsen’ im 20. Jh. (unter Einfluß von engl. cliff?) neben Klippe ebenfalls in der Literatursprache üblich wird. Verwandt sind weiter (ablautend) mnd. klēf ‘Felsvorsprung, felsige Höhe, Steilabfall’, anord. kleif, schwed. (mundartlich) klev. Herkunft ungewiß. Möglich ist bei einer Grundbedeutung ‘Klebriges, Schlüpfriges’ oder ‘Glattes, Rundes’ Anschluß an ie. *gleibh-, *gleip- bzw. (schwundstufig) *glibh-, *glip-, Labialerweiterung von ie. *glei- ‘kleben, schmieren’, seinerseits erweiterte Form der Wurzel ie. *gel- ‘(sich) ballen, Gerundetes, Kugeliges’ (s. ↗kleben). Klippfisch m. aufgeschnittener, entgräteter und an der Luft (angeblich zuerst auf Klippen) getrockneter Kabeljau oder Schellfisch (18. Jh.).

Thesaurus

Geologie
Synonymgruppe
Fels · ↗Felsblock · ↗Felsen · ↗Gestein · Klippe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brandung Bucht Fels Fjord Klippe Meer Riff Sandbank Sandstrand Steilküste Stromschnelle Strudel Umschiffen Untiefe abfallend gefährlich hinabstürzen hinunterstürzen hinweghelfen hinwegtragen meistern schroff steil stranden tückisch umfahren umschiffen vorbeisteuern zerklüftet zerschellen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Klippe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wohl hast du von dem Restaurant auf den Klippen gehört, bist aber noch nie dort gewesen.
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 44
Wenn die Fragen falsch sind, fällt der Zug die Klippe herunter.
Die Welt, 14.05.2005
Der Wind biegt das Gras, peitscht das Meer an die Klippen.
Der Tagesspiegel, 01.06.1996
Länge um Länge schob es unter der Klippe weiter voran.
Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 198
Beide fielen, sich fest umfaßt haltend, tot in die Klippen.
Liliencron, Adda Freifrau von: Krieg und Frieden, Erinnerungen aus dem Leben einer Offiziersfrau. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 45222
Zitationshilfe
„Klippe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Klippe>, abgerufen am 23.09.2019.

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