Kleid, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Kleid(e)s · Nominativ Plural: Kleider
Aussprache
Wortbildung mit ›Kleid‹ als Erstglied: ↗Kleidchen · ↗Kleiderablage · ↗Kleiderbügel · ↗Kleiderbürste · ↗Kleiderhaken · ↗Kleiderkammer · ↗Kleiderkasten · ↗Kleiderlaus · ↗Kleidermotte · ↗Kleiderpuppe · ↗Kleiderrechen · ↗Kleiderrock · ↗Kleiderschotten · ↗Kleiderschrank · ↗Kleiderschwimmen · ↗Kleiderspende · ↗Kleiderspind · ↗Kleiderstoff · ↗Kleiderständer · ↗Kleidervorschrift
 ·  mit ›Kleid‹ als Letztglied: ↗Abendkleid · ↗Allroundkleid · ↗Altkleider · ↗Ballkleid · ↗Ballonkleid · ↗Beinkleid · ↗Berufskleid · ↗Blütenkleid · ↗Bordürenkleid · ↗Brautkleid · ↗Cocktailkleid · ↗Crêpekleid · ↗Daunenkleid · ↗Dirndelkleid · ↗Dirndlkleid · ↗Ehrenkleid · ↗Exkleid · ↗Federkleid · ↗Festkleid · ↗Flügelkleid · ↗Frotteekleid · ↗Gartenkleid · ↗Gesellschaftskleid · ↗Hauskleid · ↗Hemdkleid · ↗Hochzeitskleid · ↗Jackenkleid · ↗Jagdkleid · ↗Jungmädchenkleid · ↗Karokleid · ↗Kinderkleid · ↗Kittelkleid · ↗Konfirmationskleid · ↗Kreppkleid · ↗Leinenkleid · ↗Lieblingskleid · ↗Mantelkleid · ↗Matrosenkleid · ↗Maxikleid · ↗Midikleid · ↗Modellkleid · ↗Morgenkleid · ↗Nachtkleid · ↗Ordenskleid · ↗Pilgerkleid · ↗Priesterkleid · ↗Prinzesskleid · ↗Puppenkleid · ↗Reisekleid · ↗Reitkleid · ↗Ruhekleid · ↗Samtkleid · ↗Schafskleid · ↗Schottenkleid · ↗Schulkleid · ↗Seidenkleid · ↗Sommerkleid · ↗Sonntagskleid · ↗Spitzenkleid · ↗Sportkleid · ↗Stachelkleid · ↗Sterbekleid · ↗Stilkleid · ↗Strandkleid · ↗Straßenkleid · ↗Strickkleid · ↗Taftkleid · ↗Tanzkleid · ↗Taufkleid · ↗Tenniskleid · ↗Trachtenkleid · ↗Trauerkleid · ↗Umstandskleid · ↗Unterkleid · ↗Waschkleid · ↗Winterkleid · ↗Wollkleid · ↗Zivilkleid · ↗Übergangskleid · ↗Überkleid
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Oberbekleidungsstück für Frauen
Beispiele:
ein altes, altmodisches, modernes, neues, langärmliges, ärmelloses, schulterfreies, seidenes, sommerliches, festliches, buntes, helles, dunkles, gestreiftes, kariertes, einfaches, praktisches, sportliches Kleid
ein modisches, schickes Kleid tragen
umgangssprachlich ein modisches, schickes Kleid anhaben
ein Kleid nähen, zuschneiden, anprobieren, bügeln, ändern
das Kleid zuknöpfen, anziehen, ausziehen, überstreifen
das Kleid in den Schrank, auf den Bügel hängen
das kleine Mädchen kam in einem blauen Kleidchen
übertragen
Beispiele:
das bunte Kleid des Herbstes
im Winter zieht sich die Erde ein weißes Kleid an
die erwachende Natur trägt im Frühling ein neues grünes Kleid (= begrünt sich)
2.
nur im Plural
Gesamtheit der auf dem Körper getragenen Kleidungsstücke
Beispiele:
seine Kleider ablegen, abstreifen
er fuhr rasch in seine Kleider
das Kind hat seine Kleider ausgewachsen
er kam zwei Tage nicht aus seinen Kleidern (= hat 2 Tage lang nicht geschlafen)
sprichwörtlich Kleider machen Leute (= gute Kleidung erhöht das soziale Ansehen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kleid · Klei · kleiden · kleidsam · Kleidung · Beinkleid
Kleid n. ‘Frauengewand’, im Plur. auch ‘Gesamtheit der auf dem Körper getragenen Kleidungsstücke’, mhd. kleit, mnd. klēt ‘Kleid, Kleidungsstück, Bekleidung’, mnl. cleet ‘Kleid, Kleidungsstück, Lappen, Tuch’, nl. kleed, aengl. clāþ ‘Tuch, Kleid, Segel’, engl. cloth ‘Tuch, Gewebe, Stoff’, clothes Plur. ‘Kleider, Kleidung, Wäsche’, anord. klæði ‘Kleidung’, schwed. kläde ‘Tuch’, afries. klāth, klād, klēth. Anzuschließen ist wohl an aengl. ætclīþan ‘festkleben, anhangen’, (schwundstufig) cliþa ‘Wundpflaster’ und an die unter ↗klettern und ↗Klette (s. d.) dargestellten Wortformen, so daß sich eine Verbindung zu ie. *gleit- herstellen läßt, eine Dentalerweiterung des unter ↗kleben (s. d.) angeführten ie. *glei- ‘kleben, schmieren’ zur Wurzel ie. *gel- ‘(sich) ballen, Gerundetes, Kugeliges’. Die t-Ableitung könnte partizipialen Sinn haben, Kleid würde danach das beim Walken mit fettem Ton (Walkerde) behandelte Wollgewebe, ‘das gekleite Tuch’ bedeuten und sich zu dem mit ↗kleben (s. d.) verwandten nd. Klei f. m. n. ‘fette Tonerde, schwerer Lehmboden’, asächs. klei, mnd. kley, kleye ‘Lehmboden, fetter, schwerer, fruchtbarer Boden’, mnl. clei, nl. klei, aengl. clǣg, engl. clay ‘Ton, Lehm’ stellen. kleiden Vb. ‘Kleidung anlegen, für Bekleidung sorgen, gut stehen, passen’, mhd. kleiden; dazu ankleiden, auskleiden (beide 15. Jh.), bekleiden (mhd. bekleiden), einkleiden (15. Jh.), entkleiden (mhd. en-, entkleiden), umkleiden (15. Jh.). kleidsam Adj. (18. Jh.). Kleidung f. spätmhd. kleidunge. Beinkleid n. (oft im Plur.) ‘Hose’ (Mitte 16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kleid  ●  ↗Fetzen  derb, abwertend · ↗Fummel  ugs., salopp
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anzug Bluse Hose Hut Jacke Kaiser Kostüm Leib Mantel Rock Schmuck Schuh anhaben anziehen blau bodenlang bunt elegant geblümt hochgeschlossen nähen reißen rot schick schneidern schulterfrei schwarz tragen weiß ärmellos

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kleid‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie schaut den Turm hinauf, und ein Wind bewegt kurz ihr Kleid.
Die Zeit, 18.10.1996, Nr. 43
Woher nehmen sie die Kraft, am Morgen ihre Kleider anzuziehen?
konkret, 1993
Gern hätten sie noch mehr als ihre Kleider von sich geworfen.
Zwerenz, Gerhard: Die Ehe der Maria Braun, München: Goldmann 1979, S. 62
Ich schlafe in meinen Kleidern, mache kaum ein Auge zu.
Enzensberger, Hans Magnus: Der kurze Sommer der Anarchie, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972, S. 150
Auch Damen werden gut daran tun, ein luftiges Kleid zu wählen.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 408
Zitationshilfe
„Kleid“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kleid>, abgerufen am 15.09.2019.

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