Klamauk, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Klamauks · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungKla-mauk
eWDG, 1969

Bedeutung

salopp, abwertend lärmende Ausgelassenheit
Beispiel:
mit viel Klamauk wurde das Fest gefeiert
ungestümer Lärm, Geschrei
Beispiele:
seid still, Kinder, macht nicht solchen Klamauk!
viel, einen großen Klamauk (= Aufsehen) um jede Kleinigkeit machen
um dieses Theaterstück wurde viel Klamauk (= lärmende Reklame) gemacht
meist groteske, aber geistlose Unterhaltungsdarbietung
Beispiele:
diese Szene des Films ist (billiger) Klamauk
die Aufführung arbeitet zu viel mit Klamauk
[der Clown] verrät Begabung für den feinen Humor neben dem Klamauk in der Manege [Tageszeitung1963]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Klamauk m. ‘Geschrei, Lärm, Ulk’, zuerst im 18. Jh., geläufig (von Berlin ausgehend) im 20. Jh. Sicherlich lautnachahmenden Ursprungs. Aus einer Interjektion stammend (s. ↗Kladderadatsch)? Aus der Studentensprache, die es mit Endbetonung fremdsprachlichen Wörtern anähneln will? S. auch ↗Radau.

Thesaurus

Synonymgruppe
Blödelei · ↗Kintopp (im Film) · Klamauk · ↗Klamotte · ↗Situationskomik · ↗Slapstick · grotesker Gag · platte Komik
Assoziationen
Synonymgruppe
Ausgelassenheit · Jubel, Trubel, Heiterkeit · Klamauk · ↗Trubel  ●  ↗Hallo  ugs. · ↗Remmidemmi  ugs.
Assoziationen
  • Brüllerei · ↗Gebrüll · ↗Gegröl · ↗Gegröle · ↗Gelärm · ↗Gelärme · ↗Geschrei · ↗Grölerei · Lärmerei · ↗Schreierei  ●  ↗Gejohl  ugs., abwertend · ↗Gejohle  ugs., abwertend · ↗Krakeel  ugs.
  • Gedröhn · ↗Gedröhne · ↗Getöse · ↗Krach  ●  ↗Lärm  Hauptform · Gerumse  ugs. · ↗Rabatz  ugs. · ↗Radau  ugs. · ↗Trara  ugs.
  • da ist mächtig was los · da ist ordentlich was los  ●  (da) ist die Hölle los  ugs. · (es) geht rund  ugs. · da boxt der Papst (im Kettenhemd)  ugs. · da geht die Post ab  ugs. · da geht's (richtig) ab  ugs. · da geht's richtig zur Sache  ugs. · da ist echt was los  ugs. · da steppt der Bär  ugs. · und ab geht die Luzie  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Action Akrobatik Artistik Comedy Glamour Grat Gratwanderung Kabarett Kalauer Kitsch Klamotte Komik Komödie Parodie Satire Situationskomik Slapstick Ulk albern derb handfest hemmungslos inszeniert lärmend platt plump pur schrill verkommen vordergründig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Klamauk‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn andererseits gab es dieses Mal auch so viel Klamauk wie nie.
Die Zeit, 20.09.2013 (online)
Aber mit dem Klamauk muss es auch mal gut sein.
Der Tagesspiegel, 19.03.2004
Allerdings kippt die Story allzu schnell in den Klamauk ab.
Die Welt, 25.05.2001
Es war keine Satire, kein Klamauk, aber viele Dinge sind sehr gut getroffen worden.
Bild, 20.08.2002
Und da hörten sicherlich die frechsten Ruhestörer auf, Klamauk zu machen.
Tucholsky, Kurt: Gallettiana. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1922]
Zitationshilfe
„Klamauk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Klamauk>, abgerufen am 22.04.2019.

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