Kindersprache, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungKin-der-spra-che
WortzerlegungKindSprache
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

a)
dem Stand der Entwicklung kleiner Kinder entsprechende, grammatisch noch fehlerhafte Sprache
b)
vereinfachte, oft von lautmalenden Wörtern durchsetzte, vermeintlich kindertümliche Sprechweise Erwachsener gegenüber kleinen Kindern

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie drückt das, wenn auch in ihrer Kindersprache, unmißverständlich aus.
Schücking, Beate: Wir machen unsere Kinder krank, München: List 1971, S. 77
Sie schauten mit den Augen des Kindes in die Welt, versuchten die Kindersprache poetisch zu adaptieren.
Die Welt, 11.10.2000
Bis in die Syntax ist die neunmalkluge Kindersprache nachgebildet, das Buch scheint keinen erwachsenen Autor zu haben.
Der Spiegel, 20.08.1990
Nicht viel über hundert Jahre reicht die ernsthafte Beobachtung der Kindersprache zurück.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 5554
Die einzelnen Neubildungen, welche von der richtigen Sprechweise abweichen und der Kindersprache eigentümlich sind, halten sich nicht lange, nach ihrem Entstehen verschwinden sie bald wieder.
Schädel, E.: Das Sprechenlernen unserer Kinder, Leipzig: Brandstetter 1905, S. 96
Zitationshilfe
„Kindersprache“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kindersprache>, abgerufen am 18.10.2019.

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