Kinderfibel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kinderfibel · Nominativ Plural: Kinderfibeln
WorttrennungKin-der-fi-bel
WortzerlegungKindFibel1
ZDL-Vollartikel, 2019

Bedeutung

(bebildertes, einfach geschriebenes) Lehr- und Übungsbuch für das Lesen- und Schreibenlernen am Anfang der schulischen Ausbildung
Beispiele:
Schon als Vierjährige hat sie zu Hause mit dem Lesen und Schreiben begonnen. Weil sie es unbedingt wollte, wie die Eltern versichern, haben sie ihr eine Kinderfibel gekauft und manchmal abends mit ihr darin geübt. [Die Zeit, 03.08.2014, Nr. 30]
Zur letzten Deutschnachhilfe habe ich eine uralte Kinderfibel […] mitgenommen, die mit einfachen Sätzen und schönen Bildern daherkommt[…]. Ein Fundstück im Wühlkasten einer Bücherei. [Schnipselsammlung, 05.11.2015, aufgerufen am 15.09.2018]
Sie machte sich als Autorin für verschiedene türkische Publikationen einen Namen, schrieb und malte eine Kinderfibel für eine Münchner Schule. [Süddeutsche Zeitung, 31.05.2002]
Kinderfibeln wären nicht nur den Bedürfnissen der lebenserfahrenen Menschen völlig unangemessen, kindliche Texte würden [für erwachsene Analphabeten] auch deshalb demütigend sein, weil sie unvermeidlich an den traumatischen ersten Lese- und Schreibunterricht in der Schule erinnern. [die tageszeitung, 29.10.1992]
abwertend […] es bleibt nun mal dabei, daß die Fernsehkamera, anders als die Literatur, keine Gedanken abbilden kann. Nicht mal, wenn die auf dem Niveau der Kinderfibel daherhecheln. [Die Zeit, 01.07.1988, Nr. 27]
Zitationshilfe
„Kinderfibel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kinderfibel>, abgerufen am 20.10.2019.

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