Kinderehe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungKin-der-ehe
WortzerlegungKindEhe
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
bes. bei Naturvölkern und in Indien   Ehe zwischen Kindern oder zwischen einem Mann und einem Mädchen, das noch im Kindesalter ist
2.
Ehe zwischen sehr jungen (noch nicht volljährigen) Menschen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Von der türkischen Öffentlichkeit werden Kinderehen immer noch stillschweigend geduldet oder gar als normal empfunden.
Der Tagesspiegel, 08.03.2004
Auch wenn er später die Kinderehe verurteilte, so sah er sie damals doch als Segen.
Die Zeit, 24.02.2005, Nr. 09
Auch in Saudi-Arabien ist die Kinderehe verbreitet, es gibt ebenfalls kein gesetzliches Mindestalter für die Ehe.
Die Zeit, 13.08.2013, Nr. 32
Obwohl Kinderehen in Nepal offiziell verboten sind, werden 40 Prozent von ihnen als junge Mädchen verheiratet.
Süddeutsche Zeitung, 23.02.1995
In den Smriti überwiegt die schon zuvor erwähnte Tendenz, das Heiratsalter so weit herabzusetzen, daß schließlich Kinderehen erlaubt, später geradezu vorgeschrieben werden.
Petech, Luciano: Indien bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 25997
Zitationshilfe
„Kinderehe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kinderehe>, abgerufen am 20.10.2019.

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