Keks, der oder das

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Keks/Kekses · Nominativ Plural: Keks/Kekse
Nebenform Keks · Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Keks/Kekses · Nominativ Plural: Keks/Kekse
Aussprache
HerkunftEnglisch
Wortbildung mit ›Keks‹ als Erstglied: ↗Keksdose  ·  mit ›Keks‹ als Letztglied: ↗Glückskeks · ↗Hartkeks · ↗Schokoladenkeks
eWDG, 1969

Bedeutung

feines, haltbares Kleingebäck
Beispiele:
ein feiner, gefüllter Keks
ein mit Schokolade überzogener Keks
norddeutsch, berlinisch, salopp
Beispiel:
jmd. hat 'n feuchten Keks (= ist verrückt)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Keks1 m. n. ‘trockenes Kleingebäck’. Der Plural engl. cakes ‘Kuchen-, (süße) Gebäckstücke’ wird im 19. Jh. ins Dt. übernommen (Leibniz-Cakes 1889). Wahrscheinlich ist engl. cake ‘Kuchen, (süßes) Gebäck’ eine Entlehnung aus gleichbed. anord. kaka; vgl. isl. schwed. kaka, dän. kage, die im Ablaut zu dt.Kuchen (s. d.) stehen. Die Entlehnung Cakes wird zu Keeks (1905), dann zu Keks eingedeutscht. Vorschläge für eine Singularform Keek oder Kek werden nicht angenommen, vielmehr wird der Plural Keks singularisiert und eine neue Pluralform Kekse hinzugebildet (1911).

Keks2 m. berlin. ‘Kopf, Gehirn’, einen feuchten Keks haben ‘nicht bei Verstand, verrückt sein’, auf den Keks gehen ‘auf den Verstand, auf die Nerven gehen’ (20. Jh.), aus der Gaunersprache; wohl eine Zersprechung (in lautlicher Anlehnung an ↗Keks) von jidd. gag ‘Dach’, hier bildlich (ähnlich wie ↗Oberstübchen, s. d.) für ‘Kopf, Verstand’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Keks · ↗Kräcker
Synonymgruppe
Biskuit · Keks
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bonbon Chip Erdnussbutter Fruchtsaft Glühwein Gummibärchen Joghurt Kaffee Kartoffelchip Knäckebrot Kuchen Lebkuchen Marmelade Mineralwasser Nachtgespenst Nudel Pommes frites Praline Saft Schokolade Schokoriegel Süßigkeit Tee Waffel Zwieback backen gebacken knabbern krümeln selbstgebacken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Keks‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und manchmal darf man dann den Keks vom Kind aufessen.
Die Welt, 09.09.2000
Außerdem geht mir das mit dem Ei sowieso auf den Keks, das ist ja absurd.
Der Tagesspiegel, 07.08.1997
Dafür bekommt er obligatorisch zwei Kekse von mir und wartet ab.
Schröter, Heinz: Ich, der Rentnerkönig, Genf: Ariston 1985, S. 74
Wenn noch Geld übrig ist, wollen wir dafür Kekse kaufen.
o. A.[Autorenkollektiv am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin]: Sozialistische Projektarbeit im Berliner Schülerladen Rote Freiheit. Frankfurt: Fischer Bücherei 1971, S. 354
Sehr beliebt sind auch pikant belegte, kleine runde ungesüßte Kekse.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 326
Zitationshilfe
„Keks“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Keks>, abgerufen am 12.11.2019.

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