Kaufladen, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungKau-fla-den (computergeneriert)
WortzerlegungkaufenLaden
eWDG, 1969

Bedeutung

veraltend Laden eines Krämers, Gemischtwarenhandlung
Beispiel:
Nicht weit vom Schulhaus ... stand ein uralter Kaufladen, da ging es über dunkelfeuchte Stufen durch die immer offene Tür unablässig aus und ein mit Leuten, und im pechfinsteren Hausgang roch es nach Sprit, Petroleum und Käse [Hesse1,637]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Laden · Kaufladen · Fensterladen · Ladenhüter · Ladentisch
Laden m. ‘Verkaufsraum’, mhd. lade, laden ‘Brett, Bohle, Fensterladen’, frühnhd. ‘Kaufladen’, mnd. lāde ‘Auslagebrett, Verkaufsstand’, ohne unmittelbare Entsprechung in den übrigen germ. Sprachen. Das Wort gehört vielleicht zu den unter ↗Latte (s. d.) dargestellten Wortformen; es bezeichnet zunächst ein ‘starkes Brett’, dann etw. ‘aus Brettern Gefertigtes’, so den ‘Verkaufstisch’ und den ‘Außenverschluß der Fenster’. In der Bedeutung ‘Verkaufsraum, Geschäft’, die seit Anfang des 15. Jhs. auftritt, setzt sich Laden gegen konkurrierende Bezeichnungen wie Gewölbe durch. Kaufladen m. (15. Jh.). Fensterladen m. (17. Jh.). Ladenhüter m. ‘schwer verkäufliche Ware’ (17. Jh.), offenbar Übersetzung von gleichbed. frz. gardeboutique, garde-magasin. Ladentisch m. ‘Verkaufstisch’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Einzelhandelsgeschäft · ↗Ladengeschäft  ●  Detailgeschäft  schweiz. · Kauf(manns)laden  veraltend
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Puppenhaus Puppenstuba Zubehör virtuell

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kaufladen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In den Kaufläden ging man dazu über, die Preise täglich zu korrigieren.
Die Zeit, 19.02.1990, Nr. 08
Aber inzwischen haben wir schon kleine Kaufläden für sie eingerichtet.
konkret, 1987
Als ich unter der Decke wach wurde, war es schon hell und Karl fegte den Kaufladen mit dem Besen aus.
Kreuder, Ernst: Die Gesellschaft vom Dachboden, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1978 [1946], S. 49
Auch in der Stadt waren die Kaufläden fast ausschließlich in jüdischen Händen und neben unlauteren waren auch sehr achtbare Kaufleute darunter.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 7493
Der Wagen wurde der Straße untreu und sauste - man sollte es kaum glauben - durch ein großes Ladenfenster direkt in einen Kaufladen hinein.
Benz, Carl Friedrich: Lebensfahrt eines deutschen Erfinders, Die Erfindung des Automobils, Erinnerungen eines Achtzigjährigen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1925], S. 8278
Zitationshilfe
„Kaufladen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kaufladen>, abgerufen am 24.08.2019.

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