Karriere, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Karriere · Nominativ Plural: Karrieren
Aussprache
WorttrennungKar-ri-ere · Kar-rie-re
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Karriere‹ als Erstglied: ↗Karrierefrau · ↗Karrieremacher · ↗Karrieremöglichkeit · ↗Karrierenetzwerk
 ·  mit ›Karriere‹ als Letztglied: ↗Beamtenkarriere · ↗Berufskarriere · ↗Bilderbuchkarriere · ↗Blitzkarriere · ↗Doppelkarriere · ↗Drogenkarriere · ↗Filmkarriere · ↗Frauenkarriere · ↗Parteikarriere · ↗Profikarriere · ↗Solokarriere · ↗Weltkarriere · ↗Zweitkarriere
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
(schnelle, erfolgreiche) Laufbahn, berufliches Vorwärtskommen
Beispiele:
etw. schadet jmds. Karriere
sich [Dativ] die Karriere verderben
um jmds. Karriere besorgt sein
eine schnelle, abenteuerliche, beachtliche, glänzende, blendende, verpfuschte Karriere
aber mit Deiner Karriere ist es dann vorbei [FontanePoggenpuhlsI 4,87]
Karriere machenberuflich schnell vorankommen, aufsteigen
Beispiel:
er will unbedingt Karriere machen, hat schnell Karriere gemacht
2.
schnellster Galopp des Pferdes
Beispiele:
Karriere reiten
er kam in voller Karriere angefahren
Mit der langen Peitsche mußte der Kutscher das Pferd in Gang bringen, so daß es sich sogleich in Galopp und Karriere setzte [G. Hauptm.3,204]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Karriere · Karrieremacher · Karrierist
Karriere f. ‘(schneller) erfolgreicher Aufstieg im Beruf, Laufbahn’ wird im 18. Jh. als Carriere von frz. carrière ‘Rennbahn, Lauf, Fahrt, Lebensweg, (berufliche) Laufbahn’ übernommen, das vermutlich über aprov. carriera ‘Fahrweg, Straße’ auf spätlat. (via) *carrāria ‘Fahrweg’, eigentlich ‘(Straße) für Wagen’ (vgl. gleichbed. mlat. via carraria sowie spätlat. carrārius ‘Wagenbauer, Stellmacher’, zu lat. carrus ‘Wagen, Karren’, s. ↗Karre) zurückgeht. Gamillscheg ²194, der die Entlehnung aus aprov. carriera für unwahrscheinlich hält, führt das frz. Substantiv auf ital. carriera ‘Rennbahn, Lauf’, älter auch ‘Fahrstraße’ (dieses zu ital. carro ‘Karren, Wagen’, aber wohl gleichfalls dem Aprov. folgend) zurück. Als unmittelbare Entlehnung aus ital. carriera, das außerdem ‘schnellste Gangart des Pferdes’ bedeutet, erscheint Ende des 16. Jhs. Carriera, Carrera, später unter Einfluß von frz. carrière meist Carrier, Carrière, schließlich Karriere in der Bedeutung ‘gestreckter Galopp’. Karrieremacher m. ‘wer in rücksichtsloser Weise seinen beruflichen Aufstieg erkämpft’ (20. Jh.), aus der Wendung Karriere machen ‘beruflich schnell vorankommen, zu Einfluß und Ansehen gelangen’ (19. Jh.); Karrierist m. (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Berufslaufbahn · ↗Berufsweg · Karriere · ↗Laufbahn · ↗Lebenslauf · ↗Vita · Vitae cursus · ↗Werdegang · berufliche Entwicklung · berufliche Laufbahn · beruflicher Werdegang  ●  C.V.  Abkürzung · CV  Abkürzung · ↗Curriculum Vitae  lat. · ↗Erwerbsbiographie  fachspr., Amtsdeutsch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anfang Beginn Ende Fortsetzung Höhepunkt Krönung Laufe Turniersieg akademisch aktiv beenden beginnen beruflich erfolgreich erstaunlich fortsetzen glanzvoll glänzend international kriminell krönen machen politisch sportlich starten steil träumen verlaufen wissenschaftlich zurückblicken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Karriere‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Andererseits war mir meine sogenannte Karriere seit 2006 relativ gleichgültig.
Die Zeit, 12.10.2012, Nr. 41
Die Karriere von Red Bull begann vor gut zehn Jahren in Österreich.
Hars, Wolfgang: Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche, München: Piper 2001 [1999], S. 336
Dafür müssen Sie sich allerdings selbst aktiv um Ihre Karriere kümmern.
Kellner, Hedwig: Das geheime Wissen der Personalchefs, Frankfurt a. M.: Eichborn 1998, S. 11
Wer sich durch tüchtige Leistungen besonders hervorhebt, wird bezahlt und macht Karriere.
Baum, Vicky: Menschen im Hotel, München: Droemersche Verlagsanstalt 1956 [1929], S. 273
Claire hielt es nicht für notwendig, einen Schriftsteller am Ende seiner Karriere, einen sterbensalten Mann, anzugreifen.
Schuh, Franz: Schreibkräfte, Köln: DuMont 2000, S. 93
Zitationshilfe
„Karriere“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Karriere>, abgerufen am 22.07.2019.

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