Kaprice, die

Alternative SchreibungCaprice
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kaprice · Nominativ Plural: Kapricen
Nebenform österreichisch Kaprize · Substantiv (Femininum)
WorttrennungKa-pri-ce · Kap-ri-ce ● Ca-pri-ce · Cap-ri-ce ● Ka-pri-ze (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Rechtschreibregeln§ 32 (2)
eWDG, 1969

Bedeutung

Laune
Beispiele:
sie kennt keine Kaprice
sie hat ihre kleinen Kapricen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kaprice · kapriziös
Kaprice f. ‘Eigensinn, Laune, Grille’, Übernahme (17. Jh.) von gleichbed. frz. caprice, das aus ital. capriccio ‘Laune, Grille, Einfall’ (s. ↗Capriccio) entlehnt ist. Dieses beruht wohl auf älterem ital. caporiccio ‘Wunsch, Wille’, einer Ableitung von ital. capo (vlat. capus, lat. caput) ‘Kopf’, Plur. ital. (älter) und mlat. capora. Als semantisches Zwischenglied ist also ‘im Kopf Entstandenes’ anzunehmen. kapriziös Adj. ‘eigensinnig, launenhaft’ (17. Jh.), frz. capricieux.

Thesaurus

Synonymgruppe
Angewohnheit · Caprice · ↗Eigenart · ↗Eigenheit · Kaprice · ↗Marotte · ↗Schrulle · ↗Spleen · ↗Tick  ●  ↗Grille  veraltend · Kaprize  österr. · Allüren  geh. · ↗Fimmel  ugs. · ↗Macke  ugs. · ↗Tic  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Gemütsschwankung(en) · ↗Laune · ↗Stimmung · vorübergehende Gemütsverfassung  ●  ↗Stimmungsschwankung  Hauptform · (ein) Anfall (von)  ugs. · ↗Anwandlung(en)  geh. · ↗Aufwallung  geh. · Kaprice  geh. · Kaprize  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Mode

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kaprice‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das alles sind nur noch Kapricen, gemessen am antiamerikanischen Keifen von einst.
Die Zeit, 20.10.1989, Nr. 43
Diese Capricen der Mode schlagen eine Brücke über die Zeiten hinweg.
Süddeutsche Zeitung, 27.06.1994
Mit ihren Kapricen und Kapriolen sollten sie dich, bitte, verschonen.
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 147
Vielleicht erklärt sich daraus eine neuerliche Annäherung an eine monophysitische Gruppe, die letzte Caprice des kaiserlichen Theologen.
Baus, Karl: Die Reichskirche nach Konstantin dem Großen. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1973], S. 21940
Viele seiner Konzertpassagen muten wie Zitate aus seinen berühmten 42 Capricen an.
Schwarz, Boris: Violinmusik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1966], S. 17081
Zitationshilfe
„Kaprice“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kaprice>, abgerufen am 25.04.2019.

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