Kapitän, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kapitäns · Nominativ Plural: Kapitäne
Aussprache
WorttrennungKa-pi-tän
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Kapitän‹ als Erstglied: ↗Kapitänin · ↗Kapitänleutnant · ↗Kapitänskajüte · ↗Kapitänsmesse
 ·  mit ›Kapitän‹ als Letztglied: ↗Badewannenkapitän · ↗Flottenkapitän · ↗Flugkapitän · ↗Fregattenkapitän · ↗Gardekapitän · ↗Hafenkapitän · ↗Industriekapitän · ↗Korvettenkapitän · ↗Linienkapitän · ↗Mannschaftskapitän · ↗Schiffskapitän · ↗Staffelkapitän · ↗Teamkapitän · ↗Wirtschaftskapitän
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Kommandant eines Schiffes, Flugzeuges
2.
a)
Marineoffizier, der im Rang zwischen dem Konteradmiral und dem Fregattenkapitän steht
b)
Hauptmann in den Landstreitkräften einiger Staaten
3.
Sport Mannschaftsführer
Beispiel:
der Kapitän der Nationalmannschaft, Nationalelf
4.
übertragen Mann in leitender Stellung
Beispiel:
die Kapitäne der Wirtschaft
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kapitän m. ‘Kommandant eines Schiffes, eines Flugzeugs’, mhd. kapitān, kapitānius (spätmhd. auch capitānie) begegnet seit dem 13. Jh. in der Bedeutung ‘Anführer, Oberhaupt, Hauptmann’, die im militärischen Bereich noch im älteren Nhd. lebendig ist. Es ist Entlehnung aus gleichbed. mlat. capitaneus, selten capitanus bzw. aus den entsprechenden (lautlich weitgehend unter lat. Einfluß bleibenden) roman. Formen, vgl. afrz. capitaine, capitain, aprov. capitani, captan, ital. capitano, älter auch capitanio. Den substantivischen Verwendungen liegt spätlat. capitāneus ‘durch Größe hervorstechend’ (teilweise in der Variante vlat. *capitānus) zugrunde, eine Adjektivbildung zu lat. caput (Genitiv capitis) ‘Haupt, Kopf, Spitze, Hauptsache’. Die vom 15. Jh. an im Dt. nachzuweisende Bedeutung ‘Schiffsbefehlshaber’ schließt sich an zuerst in diesem Sinne gebräuchliches ital. capitano, capitanio an, doch gestattet die Vielfalt der frühnhd. Formen (Capitain, Capitani, Capitan, Capitanier u. ä.) keine klare Scheidung der Herkunftsstränge. Kapitän ‘Mannschaftsführer’ als Terminus der Sportsprache (1. Drittel 20. Jh.) folgt gleichbed. engl. captain (Mitte 19. Jh.), frz. capitaine (Anfang 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kapitän · ↗Schiffer · ↗Schiffsführer · ↗Skipper  ●  Käpt'n  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abwehrchef Ausfall Besatzung Fußball-Bundesligist Fußball-Nationalmannschaft Generalfeldmarschall Libero Mannschaft Matrose Nationalelf Nationalmannschaft Nationalspieler Offizier Schiff See Spielmacher Steuermann Team Torhüter Torjäger Torwart auflaufen ausfällen betrunken ehemalig ernennen gesperrt langjährig verletzt verzichten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kapitän‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und hat es der Kapitän intern nicht auch immer schwerer gehabt, sich durchzusetzen?
Die Zeit, 27.10.2008, Nr. 44
Darauf mußte Alba noch viel länger warten als auf seinen verletzten Kapitän.
Bild, 19.05.2005
Der 55-jährige Kapitän hielt sich in jenen Minuten unter Deck auf.
Der Tagesspiegel, 22.10.2004
Aber diesem Kapitän ist es gar nicht eingefallen, einen Plan zu zeichnen.
Matthiessen, Wilhelm: Das Mondschiff. In: ders., Das Rote U, Bayreuth: Loewes 1980 [1949], S. 202
Ein paar Stunden später kam der Kapitän selber von Land zurück.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1929. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1929], S. 124
Zitationshilfe
„Kapitän“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kapitän>, abgerufen am 24.08.2019.

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