Kalkstein, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungKalk-stein
WortzerlegungKalkStein
eWDG, 1969

Bedeutung

weitverbreitetes, verschiedenfarbiges Sedimentgestein, das als Rohstoff für die chemische Industrie und die Bauindustrie dient
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kalk · kalken · kalkig · Kalkstein · Kalzium
Kalk m. ‘gebrannter Kalkstein’, oft auch ‘Mörtel, Tünche’, ahd. (8. Jh.), mhd. kalc, entlehnt aus lat. calx (Genitiv calcis) ‘Stein, Kalkstein, roher oder gelöschter Kalk’, griech. chálix (χάλιξ), einem Wort, das die Germanen mit dem Steinbau bei den Römern kennenlernen, vgl. asächs. mnd. kalk, mnl. calc, nl. kalk, aengl. *cælc, cealc (woraus engl. chalk ‘Kreide’). kalken Vb. ‘mit Kalkmilch streichen, tünchen’, ahd. (9. Jh.), mhd. kelken. kalkig Adj. ‘kalkhaltig, weiß von Kalk, bleich wie Kalk’ (18. Jh.), älter (17. Jh.) kalkicht. Kalkstein m. (15. Jh.). Kalzium n. weiches, silberglänzendes Leichtmetall, engl. calcium, gelehrte Bildung des englischen Chemikers Davy (1808) zu lat. calx (s. oben).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alabaster Basalt Dolomit Fassade Gips Glas Granit Kohle Kreide Marmor Mergel Sand Sandstein Schiefer Skulptur Zement behauen bemalt dicht erbauen geschliffen graben grau hell meißeln portugiesisch porös verkleiden weich weiß

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kalkstein‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Anlage besteht aus 18 in harten Kalkstein geschlagenen flachen Gräben.
Die Welt, 02.05.2005
Vor ihnen standen, von schwarzem Tuch bedeckt, zwei Kästen aus Kalkstein.
Die Zeit, 02.03.2007, Nr. 10
Als Baumaterial diente weißer, kristalliner Kalkstein, der partiell mit Stuck überzogen wurde.
o. A.: Lexikon der Kunst - L. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 23112
Ja, der Kalkstein war wohl der Stein der Weisen, mußte der Stein der Weisen sein.
Harig, Ludwig: Ordnung ist das ganze Leben, München u. a.: Hanser 1987 [1986], S. 62
Für Klingsteinspiele benutzte man im allgemeinen schwarzen Kalkstein mit guten klanglichen Eigenschaften, obwohl auch gewisse Arten von Jade geeignet waren.
Eckardt, Hans u. Robinson, Kenneth: Chinesische Musik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1952], S. 17529
Zitationshilfe
„Kalkstein“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kalkstein>, abgerufen am 22.10.2019.

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