Kalk, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kalk(e)s · Nominativ Plural: Kalke · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Kalk‹ als Erstglied: ↗Kalkbeton · ↗Kalkboden · ↗Kalkbrenner · ↗Kalkbrennerei · ↗Kalkdünger · ↗Kalkdüngung · ↗Kalkfarbe · ↗Kalkfelsen · ↗Kalkgebirge · ↗Kalkgehalt · ↗Kalkgrube · ↗Kalkmangel · ↗Kalkmergel · ↗Kalkmilch · ↗Kalkmörtel · ↗Kalkofen · ↗Kalkoolith · ↗Kalkpräparat · ↗Kalksinter · ↗Kalkspat · ↗Kalkstein · ↗Kalkstickstoff · ↗Kalktuff · ↗Kalkwand · ↗Kalkwasser · ↗Kalkwerk · ↗kalkarm · ↗kalkhaltig · ↗kalkreich · ↗kalkweiß · ↗kalkähnlich
 ·  mit ›Kalk‹ als Letztglied: ↗Branntkalk · ↗Chlorkalk · ↗Futterkalk · ↗Industriekalk · ↗Löschkalk · ↗Muschelkalk · ↗Zementkalk
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Sammelbezeichnung für einige Kalziumverbindungen
Beispiele:
gebrannter, (un)gelöschter, gemahlener Kalk
Kalk brennen, löschen
das Haus mit Kalk (= Kalkmörtel) bewerfen
die Wände mit Kalk (= Kalkmilch) streichen, weißen
der Kalk blättert, platzt von den Wänden (ab)
sein Gesicht, er wurde plötzlich weiß, blass wie Kalk
übertragen
Beispiel:
salopp bei ihm rieselt schon der Kalk (= er wird langsam alt, hat keinen jugendlichen Schwung mehr)
2.
Landwirtschaft
Synonym zu Kalkdünger
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kalk · kalken · kalkig · Kalkstein · Kalzium
Kalk m. ‘gebrannter Kalkstein’, oft auch ‘Mörtel, Tünche’, ahd. (8. Jh.), mhd. kalc, entlehnt aus lat. calx (Genitiv calcis) ‘Stein, Kalkstein, roher oder gelöschter Kalk’, griech. chálix (χάλιξ), einem Wort, das die Germanen mit dem Steinbau bei den Römern kennenlernen, vgl. asächs. mnd. kalk, mnl. calc, nl. kalk, aengl. *cælc, cealc (woraus engl. chalk ‘Kreide’). kalken Vb. ‘mit Kalkmilch streichen, tünchen’, ahd. (9. Jh.), mhd. kelken. kalkig Adj. ‘kalkhaltig, weiß von Kalk, bleich wie Kalk’ (18. Jh.), älter (17. Jh.) kalkicht. Kalkstein m. (15. Jh.). Kalzium n. weiches, silberglänzendes Leichtmetall, engl. calcium, gelehrte Bildung des englischen Chemikers Davy (1808) zu lat. calx (s. oben).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anstreichen Chlor Destillation Dolomit Einlagerung Eisenoxyd Gips Kali Kieselsäure Lehm Magnesia Mergel Mörtel Natron Phosphorsäure Quarzsand Sandstein Schiefer Silikat Soda Tonerde Zement gebrannt gelöscht kohlensauer neutralisieren phosphorsauer rieseln schwefelsauer ungelöscht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kalk‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dort wo die Schale abgeplatzt ist, wird massiver Kalk sichtbar.
Der Tagesspiegel, 02.06.2004
Er fährt täglich durch die Straßen, vorne im Korb einen Eimer mit weißer Farbe aus Kalk.
Süddeutsche Zeitung, 26.02.1997
Es war sinnlos, in den Kalk mit dem kurzen Spaten eindringen zu wollen.
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1928], S. 101
Sie ist eine Folge von Mangel an Kalk in den Knochen.
Die Landfrau, 05.09.1925
Der Kalk ist in allen Teilen der Pflanzen mehr oder weniger vorhanden.
Böttner, Johannes: Gartenbuch für Anfänger, Frankfurt (Oder) u. a.: Trowitsch & Sohn 1944 [1895], S. 31
Zitationshilfe
„Kalk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kalk>, abgerufen am 26.06.2019.

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