Kaff, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Kaff(e)s · Nominativ Plural: Kaffs/Kaffe
Aussprache
HerkunftAltindisch → Zigeunersprachen
Wortbildung mit ›Kaff‹ als Letztglied: ↗Bauernkaff · ↗Kuhkaff · ↗Provinzkaff
eWDG, 1969

Bedeutung

salopp, abwertend armselige, kleine, gottverlassene Ortschaft, Nest
Beispiele:
ein entsetzliches Kaff
in diesem elenden Kaff werde ich nicht lange bleiben, werde ich nicht alt
in diesem Kaff ist auch gar nichts los
als Sie noch auf Ihrem dreckigen Kaff gehaust haben [WelkGrambauer446]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kaff1 n. ‘armselige Ortschaft, trostloses Nest’. Das zunächst in der Gaunersprache übliche Wort beruht wohl auf zigeuner. gāw ‘Dorf’; es wird im 19. Jh. in die Umgangssprache aufgenommen. Einfluß von rotw. jidd. kefar ‘Dorf’ (aus hebr. kāfār ‘Dorf’) ist wahrscheinlich.

Kaff2 n. ‘leere Getreidehülse, Spelze, Spreu’, ahd. kaf n. (Hs. 12. Jh.), mhd. mnd. kaf, mnl. caf, aengl. ceaf. Herkunft unklar.

Thesaurus

Synonymgruppe
(kleines) Dorf · ↗Dörfchen · ↗Kleinkleckersdorf · ↗Markt · ↗Marktflecken · ↗Weiler · ↗Örtchen  ●  Hintertupfing  ugs. · ↗Hintertupfingen  ugs. · Kaff  ugs., abwertend · ↗Kuhdorf  ugs., abwertend · ↗Kuhkaff  ugs., abwertend · ↗Milchkanne  ugs., fig. · ↗Nest  ugs. · ↗Posemuckel  ugs. · Posemukel  ugs. · Pusemuckel  ugs. · hinterletztes Kaff  ugs., abwertend · letztes Loch  ugs., abwertend
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Einwohner Kindheit Kuchen Provinz Tee abgelegen armselig aufwachsen elend entlegen gottverlassen irisch kalifornisch kanadisch klein langweilig mexikanisch ostdeutsch spießig staubig texanisch trinken trostlos unbedeutend verlassen verschlafen verschlagen walisisch winzig öde

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kaff‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da kennen einen die Nachbarn und das erinnert dann doch zu schmerzhaft an das Kaff, in dem man aufgewachsen ist.
Der Tagesspiegel, 23.01.2005
Im Kaff, aus dem ich komme, hätte es mit Sicherheit geklappt.
Die Zeit, 18.06.2001, Nr. 25
Weißt du noch, damals in diesem Kaff, als sie aus den Fenstern und den Dachluken herausschossen?
Goote, Thor [d.i. Langsdorff, Werner von]: Die Fahne Hoch!, Berlin: Zeitgeschichte-Verlag 1933 [1933], S. 228
Sie hätten sie nicht aus der Großstadt in ein verlassenes Kaff wie Guldenberg bringen dürfen.
Hein, Christoph: Horns Ende, Hamburg: Luchterhand 1987 [1985], S. 159
Debbie Milke sitzt im Gefängnis von Goodyear, ein staubiges Kaff westlich von Phoenix.
Hasselbach, Ingo u. Bonengel, Winfried: Die Abrechnung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1993], S. 150
Zitationshilfe
„Kaff“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kaff#1>, abgerufen am 21.10.2019.

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Kaff, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Kaff(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
eWDG, 1969

Bedeutung

norddeutsch Spreu
Beispiel:
Kaff streuen, schütten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kaff1 n. ‘armselige Ortschaft, trostloses Nest’. Das zunächst in der Gaunersprache übliche Wort beruht wohl auf zigeuner. gāw ‘Dorf’; es wird im 19. Jh. in die Umgangssprache aufgenommen. Einfluß von rotw. jidd. kefar ‘Dorf’ (aus hebr. kāfār ‘Dorf’) ist wahrscheinlich.

Kaff2 n. ‘leere Getreidehülse, Spelze, Spreu’, ahd. kaf n. (Hs. 12. Jh.), mhd. mnd. kaf, mnl. caf, aengl. ceaf. Herkunft unklar.

Thesaurus

Synonymgruppe
(kleines) Dorf · ↗Dörfchen · ↗Kleinkleckersdorf · ↗Markt · ↗Marktflecken · ↗Weiler · ↗Örtchen  ●  Hintertupfing  ugs. · ↗Hintertupfingen  ugs. · Kaff  ugs., abwertend · ↗Kuhdorf  ugs., abwertend · ↗Kuhkaff  ugs., abwertend · ↗Milchkanne  ugs., fig. · ↗Nest  ugs. · ↗Posemuckel  ugs. · Posemukel  ugs. · Pusemuckel  ugs. · hinterletztes Kaff  ugs., abwertend · letztes Loch  ugs., abwertend
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Einwohner Kindheit Kuchen Provinz Tee abgelegen armselig aufwachsen elend entlegen gottverlassen irisch kalifornisch kanadisch klein langweilig mexikanisch ostdeutsch spießig staubig texanisch trinken trostlos unbedeutend verlassen verschlafen verschlagen walisisch winzig öde

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kaff‹.

Zitationshilfe
„Kaff“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kaff#2>, abgerufen am 21.10.2019.

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