Küche, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Küche · Nominativ Plural: Küchen
Aussprache
WorttrennungKü-che
Wortbildung mit ›Küche‹ als Erstglied: ↗Küchenabfall · ↗Küchenarbeit · ↗Küchenbank · ↗Küchenbenutzung · ↗Küchenbeschließerin · ↗Küchenbuffet · ↗Küchenbulle · ↗Küchenbüfett · ↗Küchenbüffet · ↗Küchenchef · ↗Küchendienst · ↗Kücheneinrichtung · ↗Küchenfee · ↗Küchenfenster · ↗Küchenfrau · ↗Küchengarten · ↗Küchengerät · ↗Küchengeschirr · ↗Küchenherd · ↗Küchenhilfe · ↗Küchenjunge · ↗Küchenkasten · ↗Küchenkraut · ↗Küchenlampe · ↗Küchenlatein · ↗Küchenleiter · ↗Küchenmamsell · ↗Küchenmaschine · ↗Küchenmeister · ↗Küchenmesser · ↗Küchenmädchen · ↗Küchenmädel · ↗Küchenmöbel · ↗Küchenpersonal · ↗Küchenrolle1 · ↗Küchenrolle2 · ↗Küchenschabe · ↗Küchenschelle · ↗Küchenschrank · ↗Küchenschürze · ↗Küchenspind · ↗Küchenstuhl · ↗Küchentheke · ↗Küchentisch · ↗Küchentuch · ↗Küchentür · ↗Küchenuhr · ↗Küchenutensil · ↗Küchenwaage · ↗Küchenwerkzeug · ↗Küchenzettel · ↗Küchlein3
 ·  mit ›Küche‹ als Letztglied: ↗Anbauküche · ↗Bauernküche · ↗Betriebsküche · ↗Bordküche · ↗Diätküche · ↗Einbauküche · ↗Feldküche · ↗Fischbratküche · ↗Futterküche · ↗Garküche · ↗Gemeinschaftsküche · ↗Giftküche · ↗Großküche · ↗Hexenküche · ↗Kleinküche · ↗Lehrküche · ↗Puppenküche · ↗Schiffsküche · ↗Schnellküche · ↗Schulküche · ↗Schwedenküche · ↗Stadtküche · ↗Teeküche · ↗Volksküche · ↗Vorbereitungsküche · ↗Waschküche · ↗Werkküche · ↗Werksküche · ↗Wohnküche
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Raum, in dem die Speisen zubereitet und gekocht werden
Beispiele:
eine kleine, geräumige, helle, gekachelte, saubere Küche
eine Küche mit elektrischem Herd
eine Wohnung mit zwei Zimmern, Bad und Küche
der Mutter in der Küche helfen
umgangssprachlich den ganzen Tag in der Küche stehen (= im Haushalt arbeiten) müssen
es wurde aufgetischt, was Küche und Keller zu bieten hatten (= alle nur erdenklichen Speisen und Getränke)
übertragen
Beispiel:
salopp in (des) Teufels Küche (= in eine unangenehme Lage) kommen, geraten
2.
Einrichtung, Möbel für 1
Beispiele:
eine moderne, zweckmäßige Küche
eine Küche kaufen
3.
nur im Singular
Art der Zubereitung von Speisen, Kochkunst
Beispiele:
die norddeutsche, chinesische Küche
die Wiener Küche ist berühmt für ihre Mehlspeisen
das Restaurant ist bekannt für seine feine, gute Küche
sie führt eine gute, abwechslungsreiche Küche (= sie kocht gut, abwechslungsreich)
sie versteht die Küche (= sie kann gut kochen)
4.
nur im Singular mit bestimmten Adjektiven
die zubereiteten Speisen
Beispiele:
eine fette, magere Küche
die Gaststätte empfiehlt warme und kalte Küche
vitaminreiche, fleischlose Küche (= Kost)
5.
nur im Singular
umgangssprachlich Küchenpersonal
Beispiel:
die Küche macht heute einen Betriebsausflug
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Küche · Küchenlatein
Küche f. ‘Raum zum Zubereiten von Speisen, Kochkunst’, ahd. kuhhina (um 800), mhd. küche(n), kuche(n), mnd. kȫke, kȫken(e), mnl. cōkene, cuekene, nl. keuken, aengl. cycene, engl. kitchen, entlehnt (ins Hd. vor der Lautverschiebung) aus vlat. cucīna, cocīna, spätlat. coquīna ‘Küche’, einer Substantivierung der fem. Form des Adjektivs lat. coquīnus ‘zum Kochen gehörig, dazu nötig’; zu lat. coquere ‘kochen, sieden’ (s. ↗Koch). Küchenlatein n. ‘schlechtes, fehlerhaftes Latein’, von den am klassischen Latein gebildeten Humanisten verspottetes Latein der Mönche und Kanzlisten, nlat. latīnitās culīnāria, mnd. kōken latijn (um 1500), frühnhd. Küchenlatein (Luther 1523); vgl. lat. culīnārius ‘zur Küche gehörig’.

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Kochkunst · Küche · Zubereitungsweise  ●  Kulinarik  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
Kochstube · Küche
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bad Badezimmer Dusche Eßzimmer Flur Herd Keller Restaurant Schlafzimmer Service Spezialität Toilette Wohnzimmer Zimmer asiatisch bodenständig deftig fein französisch gehoben gutbürgerlich heimisch italienisch kochen mediterran regional servieren traditionell warm zubereiten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Küche‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jetzt sitze ich in einer fremden Küche und schreibe Obst.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 112
Wie sah eine hochherrschaftliche Küche im Hause des Geheimen Rats aus?
Die Zeit, 02.06.1999, Nr. 23
Als der Tee fertig ist, ziehen wir von der Küche ins Zimmer um.
Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 160
Doch oft mangelt es in kleinen Küchen an Platz für einen Tisch.
o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 329
Sicher gab es in der Nähe der päpstlichen Gemächer eine kleine Küche.
Rosendorfer, Herbert: Großes Solo für Anton, Zürich: Diogenes 2000 [1976], S. 116
Zitationshilfe
„Küche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Küche>, abgerufen am 18.10.2019.

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