Judas, der

GrammatikEigenname (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungJu-das
HerkunftHebräisch
Wortbildung mit ›Judas‹ als Erstglied: ↗Judasdienst · ↗Judaskuss · ↗Judaslohn
eWDG, 1969

Bedeutung

der verräterische Jünger Jesu
abwertend, übertragen heuchlerischer, gekaufter Verräter
Beispiel:
er ist ein Judas

Thesaurus

Synonymgruppe
Anschwärzer · ↗Denunziant · Judas · ↗Verleumder · ↗Zuträger  ●  ↗Verräter  Hauptform · ↗Petze  ugs. · ↗Petzer  ugs.
Oberbegriffe
  • unangenehme Person  ●  ↗Unsympath  männl. · Unsympathin  weibl.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abendmahl Darsteller Darstellung Feigling Figur Kuß Saboteur Silberling Verrat Verräter Verteidigungsrede arm beschimpfen verraten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Judas‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Du hast dich für einen Teller Linsen verkauft und solltest Judas heißen.
Der Tagesspiegel, 28.09.1998
Judas erhält einen Bissen, und der Teufel ergreift von ihm Besitz.
o. A.: Lexikon der Kunst - A. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 150
In Tirol wurde an manchen Orten eine Getreidepuppe, auch "Judas" genannt, verbrannt.
Die Landfrau, 01.08.1925
Lea öffnet die Zimmertür, und ich begrüße sie wie Judas den Menschensohn, mit geschlossenen Augen.
Braun, Marcus: Hochzeitsvorbereitungen, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 126
Bestimmt ist auch Christusparallele (12 Jünger, Judas, Vorauswissen und Nichtverhindern) wirksam.
Auerbach, Erich: Mimesis, Bern: Francke 1959 [1946], S. 92
Zitationshilfe
„Judas“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Judas>, abgerufen am 23.05.2019.

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