Intrige, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Intrige · Nominativ Plural: Intrigen
Aussprache
WorttrennungIn-tri-ge · Int-ri-ge
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Intrige‹ als Erstglied: ↗Intrigant · ↗Intrigenspiel · ↗Intrigenwirtschaft · ↗intrigieren
 ·  mit ›Intrige‹ als Letztglied: ↗Liebesintrige · ↗Machtintrige
eWDG, 1969

Bedeutung

heimliche, hinterlistige Machenschaften, durch die man sein Ziel zu erreichen sucht, Ränkespiel
Beispiele:
eine Intrige, Intrigen (gegen jmdn.) spinnen
politische, amouröse, infame Intrigen
du bist zu einfach, um dich in eine Intrige zu mischen
dafür wird dich keine Intrige zugrunde richten [C. F. Meyer3,333]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Intrige · intrigieren · intrigant · Intrigant
Intrige f. ‘hinterhältige, heimliche Machenschaft, Ränke’, Entlehnung (17. Jh.) aus gleichbed. frz. intrigue und zunächst bezogen auf politisches Ränkespiel sowie auf die in Roman und Drama dargestellten Verwicklungen. Das frz. Substantiv ist eine Rückbildung von frz. intriguer ‘Ränke schmieden, verwirren’, entlehnt aus ital. intrigare ‘verwirren, sich einmischen’, das seinerseits aus lat. intrīcāre ‘verwickeln, verwirren’ hervorgegangen ist. intrigieren Vb. ‘Ränke schmieden, Verwicklungen stiften’ (18. Jh.), frz. intriguer (s. oben). intrigant Adj. (18. Jh.), frz. intrigant, ital. intrigante; nach frz. und ital. Vorbild auch substantiviert Intrigant m. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Komplott · ↗List · ↗Ränke · ↗Ränkespiel  ●  Intrige  Hauptform · ↗Kabale  geh., veraltet · abgekartete Sache  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Intrige · ↗Kabale · hinterhältiger Anschlag  ●  ↗Machination  geh., lat.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Eifersucht Eifersüchtelei Geflecht Kabale Klatsch Lüge Machenschaft Machtkampf Machtspiel Mobbing Neid Rank Ranküne Rivalität Ränkespiel Verleumdung Verrat Verschwörung anzetteln einfädeln eingefädelt gesponnen höfisch infam innerparteilich parteiintern schmieden spinnen verstricken wittern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Intrige‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie sehen die Intrigen aus, auf welche Weise wird ein Mann "gemobbt", dessen Religion die Musik ist?
Die Welt, 25.03.2000
Wo Geld die Interessen nährt, da sind die Intrigen nicht weit.
Der Tagesspiegel, 28.09.1996
Um diesen Plan durchzuführen, hat er sowohl Intrigen betrieben, als auch Drohungen gebraucht.
o. A.: Materialien und Dokumente. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 6178
Aber sofort setzte die Intrige gegen mich ein, und so fiel ich bei der Wahl durch.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 4346
Den Rest seines Lebens verbrachte er teils in England, teils in Frankreich, wiederholt mit politischen Intrigen beschäftigt.
Carter, D.: Bolingbroke. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 7914
Zitationshilfe
„Intrige“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Intrige>, abgerufen am 16.10.2019.

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