Institution, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Institution · Nominativ Plural: Institutionen
Aussprache
WorttrennungIn-sti-tu-ti-on · Ins-ti-tu-ti-on
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Institution‹ als Erstglied: ↗institutionell  ·  mit ›Institution‹ als Letztglied: ↗Bildungsinstitution · ↗EU-Institution · ↗Finanzinstitution · ↗Forschungsinstitution · ↗Kulturinstitution · ↗Kunstinstitution · ↗Musikinstitution · ↗Prüfinstitution · ↗Prüfungsinstitution · ↗Reichsinstitution · ↗Staatsinstitution
eWDG, 1969

Bedeutung

vom Staat, auch von der Kirche geschaffene Einrichtung, die der Allgemeinheit unmittelbar dient
Beispiele:
das Parlament, Gericht, diese Behörde ist eine staatliche Institution
eine gesellschaftliche, soziale, politische, wissenschaftliche, weltliche, kirchliche, alte Institution
Von allen Institutionen in Rußland schien ihm die Armee die sicherste [J. RothRechts und links174]
Hier wurde ... die These verfochten, daß die Ehe unter keinen Umständen Institution der Kirche sein dürfe [LamprechtDt. Geschichte484]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Institut · Institution
Institut n. ‘Einrichtung zur Erziehung, Lehre, Forschung’ (18. Jh.), zuvor (vereinzelt) ‘Ordnung, Regel’ (16. Jh.), aus lat. īnstitūtum ‘das Erschaffene, Unternehmen, Einrichtung, Anordnung, Anweisung’ (vgl. lat. īnstitūtor ‘Einrichter’, spätlat. ‘Unterweiser, Lehrer’), zu lat. īnstituere (īnstitūtum) ‘hinstellen, aufstellen, unternehmen, einrichten, einsetzen, ordnen’. Zum gleichen Verb stellt sich Institution f. ‘Einsetzung, Einweisung, Einrichtung’, anfangs ‘Anordnung, Unterweisung’ (16. Jh.), lat. īnstitūtio (Genitiv īnstitūtiōnis) ‘Einrichtung, Anweisung, Unterricht’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Anstalt · ↗Einrichtung · Institut · Institution · ↗Organisation · feste Einrichtung  ●  ↗Laden  ugs., salopp
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufbau Ehe Kirche Marsch Organisation Person Reform Stärkung Verband ander bestehend beteiligt demokratisch ehrwürdig einzig europäisch gesellschaftlich international kirchlich kulturell multilateral national politisch staatlich supranational unabhängig verschieden wissenschaftlich zentral öffentlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Institution‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Institution, die auf die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern angewiesen ist, hätte so etwas nicht zulassen dürfen.
Die Zeit, 27.09.2012, Nr. 39
Die einzelnen Institutionen haben unterschiedliche Erfahrungen mit den einzelnen Methoden.
Feuerlein, Wilhelm u. Dittmar, Franz: Wenn Alkohol zum Problem wird, Stuttgart: Thieme 1978, S. 35
Er hat seine ganze Energie darauf verwendet, sie zu mustergültigen Institutionen zu machen.
Nuten, Piet: Monte. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1961], S. 36195
Artikel 16 der Verfassung hat die Verteidigung der Institutionen zum Zweck.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1961]
Aber sie wird bedeutungslos, sie schrumpft zu einer religiösen Institution zusammen.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. III. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 10726
Zitationshilfe
„Institution“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Institution>, abgerufen am 14.10.2019.

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