Inkompatibilität, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Inkompatibilität · Nominativ Plural: Inkompatibilitäten
WorttrennungIn-kom-pa-ti-bi-li-tät
Grundforminkompatibel
DWDS-Vollartikel, 2018

Bedeutung

Eigenschaft, inkompatibel zu sein, nicht mit jmdm. oder etw. zusammenzupassen, nicht miteinander kombinierbar zu sein, Unvereinbarkeit
Gegenwort zu Kompatibilität
Beispiele:
»Als ich [vor 12 Jahren in der Transplantationsmedizin] anfing, galt die Inkompatibilität der Blutgruppen als absolutes Ausschlusskriterium für eine [Nieren-]Transplantation«. [Neue Zürcher Zeitung, 02.03.2008]
Inkompatibilität, also Unvereinbarkeit, besteht auf der Ebene parlamentarischer Mandate lediglich dann, wenn ein Bundestagsabgeordneter als Minister eines Landes Mitglied des Bundesrates würde; dagegen ist die Übernahme eines Ministeramtes in einer Landesregierung Bundestagsabgeordneten nur in zwei Landesverfassungen – Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen – untersagt. [o. A. [Rdh.]: Doppelmandat. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1988]]
Mensch und Neandertaler waren sich offenbar noch nah genug, um miteinander fruchtbaren Nachwuchs zeugen zu können, aber schon so weit voneinander entfernt, dass dies nicht mehr ohne Einschränkungen und Komplikationen möglich war. Die Entdeckung der genetischen Inkompatibilität liefert […] Informationen darüber, wie weit unsere Verwandtschaft miteinander ging. [Spiegel, 07.04.2016 (online)]
Höhepunkt der zahlreichen darin [in Ben Jellouns jüngstem Roman »Eheglück«] produzierten Klischees ist die behauptete Inkompatibilität zwischen der vermeintlich »rauen« Berber- und der »verfeinerten« urbanen Kultur Marokkos. [Neue Zürcher Zeitung, 16.04.2014]
Sehr beeindruckend für jeden, der schon einmal einen Drucker oder ein CD-ROM-Laufwerk an einen herkömmlichen Computer anschließen mußte. Plug and play, einstöpseln und loslegen, versprechen zwar die Hersteller – die Realität ist geprägt von komplizierten Installationsprogrammen und Treibersoftware, die immer wieder an der Inkompatibilität der Geräte scheitert. [Die Zeit, 21.01.1999, Nr. 04]
Dabei haben die Beamten immer wieder mit Problemen zu kämpfen, wie sie jeder User kennt: Inkompatibilitäten von Hardware und Software. [Cʼt, 1998, Nr. 12]
Der Begriff der Inkompatibilität stammt aus der Pathologie, verschiedene Blutgruppen z. B. sind untereinander inkompatibel. [Lienert, Gustav A.: Testaufbau und Testanalyse, Weinheim: Beltz 1961, S. 288]
Kollokation:
mit Adjektivattribut: eine grundsätzliche Inkompatibilität; kleinere, mögliche, eventuelle Inkompatibilitäten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kompatibel · inkompatibel · Kompatibilität · Inkompatibilität
kompatibel Adj. ‘verträglich, vereinbar’, Entlehnung (20. Jh.) teils über engl. compatible, teils wie dieses direkt aus frz. compatible ‘übereinstimmend’, einer gelehrten Ableitung (15. Jh.) entsprechend mlat. compatibilis von spätlat. compatī ‘zugleich leiden, mitleiden’, lat. patī (passus sum) ‘(er)dulden, sich gefallen lassen, hinnehmen’. Entsprechend inkompatibel Adj. ‘unvereinbar, nicht zusammenpassend’ (20. Jh.), frz. incompatible. Kompatibilität f. Inkompatibilität f.

Thesaurus

Synonymgruppe
Inkompatibilität · ↗Unvereinbarkeit · ↗Unverträglichkeit
Assoziationen
Zitationshilfe
„Inkompatibilität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Inkompatibilität>, abgerufen am 19.08.2019.

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