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Initiative, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Initiative · Nominativ Plural: Initiativen
Aussprache
WorttrennungIn-iti-ati-ve · Ini-ti-ati-ve · In-itia-ti-ve · Ini-tia-ti-ve (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Fähigkeit, aus eigenem Antrieb zu handeln, Entschlusskraft, Unternehmungsgeist
Beispiele:
die eigene, fremde, politische, schöpferische, private Initiative
Initiative besitzen, haben, vermissen
das kommt durch seine Initiative zustande, wird durch seine Initiative verhindert
erster Schritt zu einer Handlung
Beispiele:
die Initiative ergreifen, auslösen
neue Initiativen entwickeln
auf Initiative des russischen, französischen Außenministers wurde die Konferenz einberufen
2.
Politik Recht zur Einbringung eines Gesetzentwurfs
Beispiel:
in England übt nur das Parlament die Initiative aus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Initiative · Initiator
Initiative f. ‘erste Anregung zu einer Handlung, Entschlußkraft’. Mfrz. frz. initiative ‘das Anregen, Veranlassen, Beginnen’, gelehrte Bildung zu mfrz. frz. initier ‘einweihen, einführen, mit etw. vertraut machen’ (dieses entlehnt aus lat. initiāre ‘einweihen’, z. B. in religiöse Mysterien, spätlat. auch ‘anfangen’), wird im 18. Jh. mit dem Ideengut der französischen Revolution in der speziellen Verwendung ‘Recht zum Unterbreiten von Gesetzesvorschlägen’ ins Dt. übernommen. Anfang des 19. Jhs. steht Initiative für ‘Eröffnung einer Beratung’, danach allgemein im heutigen Sinne. Häufig die Initiative ergreifen (19. Jh.), nach frz. prendre l’initiative. Initiator m. ‘wer etw. anregt, veranlaßt’ (um 1900), unter Rückgriff auf spätlat. initiātor ‘Beginner, Einweiher’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Aktion · Initiative · ↗Kampagne · ↗Maßnahme · Schritte
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Entschlusskraft · Initiative
Assoziationen
  • aus eigenem Antrieb · aus freiem Entschluss · aus freiem Willen · aus freien Stücken · aus sich heraus · ↗freiwillig · ohne dass man erst darum bitten muss · ↗unaufgefordert · ungebetenerweise · von (ganz) allein · von selber · von selbst  ●  einfach so  ugs.
Synonymgruppe
Bewegung · Initiative · ↗Strömung

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bundesrat Förderung Gründung Sprecher Verein ankündigen anschließen ausgehen begrüßen deutsch-französisch diplomatisch eigen einbringen entsprechend ergreifen fördern gegründet gemeinsam gründen lokal parlamentarisch privat scheitern starten unternehmerisch unterstützen zahlreich zurückgehen zusammenschließen überlassen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Initiative‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als eigenen Fehler wertete er, dass er "zu lange gewartet" habe, die Initiative zu ergreifen.
Die Zeit, 10.06.2013, Nr. 23
Sie legte die politische Initiative geradezu zwangsläufig in die Hände der ungeduldigen Mehrheit.
Engler, Wolfgang: Die Ostdeutschen, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1999], S. 330
Mit etwas eigener Initiative läßt sich dieses Problem sehr leicht lösen.
Bernd Käsch, Heimwerker-Handbuch: Wiesbaden: Falken-Verlag Erich Sicker 1968, S. 149
Dank der Initiative der sozialistischen Länder ist die internationale Lage in den letzten Jahren günstiger geworden.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1964]
Wenn aber militärische Erfolge vorlagen, war er auch gegen die diplomatische Initiative.
o. A.: Dreiundneunzigster Tag. Donnerstag, 28. März 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 9676
Zitationshilfe
„Initiative“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Initiative>, abgerufen am 17.06.2019.

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