Immunität, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Immunität · Nominativ Plural: Immunitäten
Aussprache
WorttrennungIm-mu-ni-tät (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Medizin Unempfindlichkeit, Unempfänglichkeit, Widerstandskraft gegen bestimmte Krankheitserreger
Beispiele:
die Immunität des Körpers, Organismus gegen Viren, Krankheitskeime, Kinderlähmung, Typhus
eine überstandene Infektionskrankheit hinterlässt gewöhnlich lang anhaltende oder lebenslängliche Immunität
2.
Jura gesetzlicher Schutz vor Strafverfolgung
Beispiele:
Parlamentsmitglieder, Diplomaten genießen, besitzen (die) Immunität
die Immunität eines Abgeordneten wurde aufgehoben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

immun · Immunität · immunisieren
immun Adj. ‘frei von Diensten, Lasten, Abgaben’ (18. Jh.), dann auch ‘unantastbar’ (z. B. als Abgeordneter und Diplomat), ‘gefeit, unanfällig, unempfindlich gegen Krankheitserreger’ (19. Jh.), entlehnt aus lat. immūnis ‘frei von Leistungen, abgabenfrei’, auch ‘frei, unberührt von, rein’; mit negierendem in- ‘un-’ (s. ↗in-) zu lat. mūnia Plur. ‘Leistungen, Pflichten’ gebildet. Immunität f. ‘das Freisein von Diensten, Lasten, Abgaben’ (18. Jh.), ‘gesetzlicher Schutz vor Strafverfolgung für Abgeordnete und Diplomaten’ und ‘Unempfindlichkeit gegen Krankheitserreger’ (19. Jh.), lat. immūnitās (Genitiv immūnitātis) ‘Freiheit von Steuern, Abgaben, Vergünstigung, Privileg’. immunisieren Vb. ‘gegen Krankheitserreger durch Impfen unanfällig machen’ (Ende 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Immunität · ↗Unangreifbarkeit · ↗Unempfindlichkeit
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • diplomatische Immunität · diplomatische Vorrechte

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abgeordnete Aufhebung Diktator Europaabgeordnete Europol-Beamte Ex-Diktator Gerichtsbarkeit Geschäftsordnung Landtagsabgeordnete Lebenszeit Parlamentarier Privileg Privilegium Strafverfolgung Vorrecht Vorrechte Wahlprüfung Zivilklage aberkennen abgeordnet angeboren aufheben diplomatisch genießen lebenslang parlamentarisch strafrechtlich völkerrechtlich zellulär zusichern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Immunität‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In dieser Nacht beschloss er, seine Immunität noch weiter herauszufordern.
Die Welt, 26.10.2002
Es seien wegen deren Immunität keine weiteren Erkenntnisse mehr zu erwarten, hieß es damals.
Süddeutsche Zeitung, 11.08.1999
Auf internationalem Gebiete sichert das geltende Recht die Immunität, wenigstens glaubt man dies.
o. A.: Einhundertneunundachtzigster Tag. Montag, 29. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 26244
Immun konnten Gebiete einzelner Kirchen sein, auch das Krongut besaß besondere Immunität.
Nitschke, August: Frühe christliche Reiche. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7106
Die Beschränkung der Krankheit auf ein bestimmtes Organ erklärt sich aus der erworbenen Immunität.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 364
Zitationshilfe
„Immunität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Immunität>, abgerufen am 23.10.2019.

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