Imitation, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Imitation · Nominativ Plural: Imitationen
Aussprache
WorttrennungImi-ta-ti-on (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortzerlegungimitieren-ation
Wortbildung mit ›Imitation‹ als Letztglied: ↗Elfenbeinimitation · ↗Holzimitation · ↗Kinderstimmenimitation · ↗Lederimitation · ↗Leinenimitation · ↗Marmorimitation · ↗Pelzimitation · ↗Samtimitation · ↗Tierstimmenimitation
eWDG, 1969

Bedeutung

Nachahmung, Nachbildung
Beispiele:
eine minderwertige, billige, schlechte, gute, verblüffende Imitation
Imitationen anfertigen, darstellen
die Imitation eines Originals, von Stilmöbeln, Edelsteinen, Edelmetallen
was sie bisher für echten, wertvollen Schmuck gehalten hatte, erwies sich als geschickte Imitation
die amüsante Imitation von Tierstimmen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

imitieren · Imitation · Imitator
imitieren Vb. ‘nachahmen’, im 16. Jh. aus gleichbed. lat. imitārī entlehnt, verwandt mit lat. imāgo ‘Erscheinung’. Häufig ist das Part.adj. imitiert ‘nachgemacht, künstlich, nicht echt’. Imitation f. ‘Nachahmung, Kopie, künstliches, unechtes Erzeugnis’ (16. Jh.), lat. imitātio (Genitiv imitātiōnis). Imitator m. ‘Nachahmer’ (19. Jh.), lat. imitātor.

Thesaurus

Synonymgruppe
Imitat · Imitation · ↗Nachahmung · ↗Nachbildung
Assoziationen
Synonymgruppe
Abklatsch · ↗Attrappe · ↗Falsifikat · ↗Fälschung · Imitat · Imitation · ↗Klischee · ↗Kopie · ↗Nachahmung · ↗Nachbildung · ↗Plagiat · ↗Schablone · ↗Simulation · Simulierung · Vorspiegelung falscher Tatsachen · Vortäuschung falscher Tatsachen · potemkinsches Dorf  ●  ↗Fake  ugs., engl. · ↗Mimikry  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Darstellung · Imitation · ↗Maskerade · ↗Mime · ↗Schauspiel · ↗Verkörperung
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fuge Fälschung Imitation Innovation Kanon Kopie Lernen Nachahmung Original Parodie Plagiat Sequenz Stil Vorbild Wiederholung auffassen billig blass bloß erlernen gedankenlos gelungen hinauskommen imitieren kanonisch kunstvoll naiv paarig perfekt sklavisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Imitation‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sein Text wird so zu einem riesigen Netz von Zeichen, zu einer endloser Imitation aller anderen Texte.
Die Welt, 07.10.2000
Es klingt mehr nach unbewußter Imitation als nach bewußtem Training.
Der Spiegel, 02.11.1981
Bei Imitationen zwischen rechter und linker Hand sei gleichartig zu verzieren.
Dadelsen, Georg von: Verzierungen. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1966], S. 16646
In Aquarellkästen sind gegenwärtig unter diesen Bezeichnungen nur noch Imitationen ungiftiger Art eingeordnet.
o. A.: Lexikon der Kunst - S. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 30978
Die Imitation ist aus dem geheimen Rhythmus alles Kosmischen geboren.
Spengler, Oswald: Der Untergang des Abendlandes, München: Beck 1929 [1918], S. 238
Zitationshilfe
„Imitation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Imitation>, abgerufen am 14.10.2019.

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