Igel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Igels · Nominativ Plural: Igel
Aussprache
Wortbildung mit ›Igel‹ als Erstglied: ↗Igelborste · ↗Igelfisch · ↗Igelfrisur · ↗Igelkaktus · ↗Igelkopf · ↗Igelschnitt · ↗Igelstachel · ↗Igelstellung · ↗igelhaft
 ·  mit ›Igel‹ als Letztglied: ↗Sauigel · ↗Schweinigel
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
insektenfressendes, kleines, auf dem Rücken dicht mit Stacheln bedecktes Säugetier
Beispiele:
ein stachliger, borstiger Igel
die Igel im Garten
bei Gefahr rollen sich die Igel zusammen
den Igel jagen, fangen
Der Hase und der Igel [GrimmHase und IgelTitel]
2.
unfreundlicher, kratzbürstiger Mensch
Beispiele:
nach und nach ist er ein borstiger Igel geworden
sei doch nicht so ein stachliger Igel!
3.
Landwirtschaft mit Messern und Zinken versehenes Gerät zur Unkrautbekämpfung und Bodenbearbeitung
Beispiel:
den Igel einsetzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Igel · einigeln
Igel m. Der Name des mit Stacheln versehenen, sich in Abwehrstellung zusammenrollenden Tieres ahd. igil (9. Jh.), mhd. igel, asächs. igil, mnd. ēgel, mnl. ēghel, nl. egel, aengl. igil, anord. īgull ist als l-Ableitung verwandt mit griech. échis (ἔχις) ‘Schlange’, aus ie. *eg̑hi- ‘Schlange’ (s. ↗Eidechse). Zur gleichen griech. bzw. ie. Ausgangsform gehören mit n-Suffix griech. echī̇nos (ἐχῖνος) ‘Igel, Seeigel’ und mit ie. i̯o-Suffix serb.-kslaw. ježь, russ. ëž (ёж), lit. ežỹs ‘Igel’. Alle diese Ableitungen sind als ‘Schlangentier, Schlangenfresser’ zu verstehen, da der Igel außer Insekten, Fröschen, Mäusen u. dgl. auch Schlangen frißt. Semantisch anders zu beurteilen ist die verwandte l-Ableitung nhd. ↗Egel (s. d.). einigeln Vb. ‘eine nach allen Seiten gerichtete Verteidigungsstellung aufbauen’ (20. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abendstunde Dachs Eichhörnchen Eidechse Fabel Fledermaus Frosch Fuchs Gürteltier Hase Igel Kleintier Kröte Maulwurf Märchen Schildkröte Spitzmaus Stachel Stachelkleid Stacheln Wettlauf Wettrennen Wiesel Winterschlaf futtern stachelig zusammengerollt zusammenrollen überfahren überwintern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Igel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da betrinke ich mich dann und erzähle dem Igel von früher.
Die Welt, 17.12.2005
Im vergangenen Winter hatte man allein über 50 abgemagerte Igel zu versorgen.
Süddeutsche Zeitung, 23.09.1994
Auffordernd streckte er ihr den lockigen Kopf hin, beinahe neben den Igel.
Morris, Gerda: Brigitte wehrt sich, Düsseldorf: Iltis 1952, S. 2
Natürlich, neulich wollte ich mich ins Moos setzen, dabei habe ich mich auf einen ausgewachsenen Igel gesetzt.
Brief von Helmut an Hildegard vom 08.05.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Carl hatte über neue Moden geknurrt, alsdann aber seiner Frau den Rücken zugedreht, sich wie ein Igel zusammengerollt und zu schnarchen begonnen.
Bredel, Willi: Die Väter. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelausgaben, Bd. 7, Berlin: Aufbau-Verl. 1973 [1946], S. 116
Zitationshilfe
„Igel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Igel>, abgerufen am 19.05.2019.

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