Hyäne, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Hyäne · Nominativ Plural: Hyänen
Aussprache
WorttrennungHy-äne · Hyä-ne
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Hyäne‹ als Letztglied: ↗Finanzhyäne · ↗Streifenhyäne · ↗Tüpfelhyäne
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
hundeähnliches, bräunlich oder grau gefärbtes, üblen Geruch verbreitendes Raubtier mit gedrungenem Körper, plumpem Kopf und kräftigem Gebiss, mit starker Rückenmähne, buschigem Schwanz und misstönender Stimme, das in ganz Afrika und Südwestasien nächtlich vorzugsweise auf Aas ausgeht
Beispiele:
eine Hyäne heulte schauerlich in der Tropennacht
der Hammel wurde von Hyänen zerrissen
bildlich
Beispiel:
Der entsetzliche Hai, des Meeres Hyäne [SchillerTaucher]
2.
abwertend vom Menschen
a)
vom Mann   rücksichtsloser, profitgieriger Mensch
Beispiele:
Mutter Courage, eine Hyäne des Schlachtfelds
die Hyänen des Schlachtfeldes (= Leute, die die Gefallenen berauben)
Ich wäre mit meinem Scheck eine leichte Beute der Hyänen der Geldwüste [G. KaiserSilberseeI]
b)
von der Frau   selbstsüchtiges, keifendes Weib
Beispiele:
sie ist eine richtige Hyäne
Da werden Weiber zu Hyänen / Und treiben mit Entsetzen Scherz [SchillerGlocke]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hyäne f. hundeähnliches, vornehmlich Aas fressendes Raubtier in Afrika und Asien, ahd. (h)ijēna (11. Jh.), frühnhd. hientier (15. Jh.), hienna (16. Jh.) sind Entlehnungen aus lat. hyaena, griech. hýaina (ὕαινα), einer Ableitung von griech. hȳ́s (ὗς) ‘Schwein’. Der Name weist auf die Ähnlichkeit beider Tiere hinsichtlich der borstigen Rückenmähne.

Thesaurus

Synonymgruppe
Profiteur · ↗Profitmacher  ●  ↗Ausbeuter  abwertend · ↗Blutsauger  abwertend, fig. · ↗Leuteschinder  abwertend · ↗Schinder  abwertend · Sklaventreiber  abwertend, fig. · ↗Aasgeier  ugs., abwertend, fig. · ↗Halsabschneider  ugs., abwertend, fig. · Hyäne  ugs., abwertend, fig. · ↗Parasit  ugs., abwertend, fig.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antilope Bär Büffel Elefant Eule Flußpferd Gazelle Geier Gepard Giraffe Hase Kadaver Krokodil Leopard Löwe Nashorn Orang-Utan Panther Ratte Schakal Schlachtfeld Tiger Weib Wildhund Wolf Zebra gefleckt herfallen heulen hungrig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hyäne‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Selten gab es in einem Film gleich zwei solcher Hyänen zu betrachten.
Die Welt, 24.07.2001
In Äthiopien mußten Löwen ihr Königreich jetzt verteidigen - in einem blutigen Kampf mit kreischenden Hyänen.
Bild, 21.04.1999
Stellt ihn dann auf die Probe, jetzt und hier soll er sich selber darstellen, Auge in Auge und Zahn um Zahn mit den Hyänen.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 106
Der breite, kurzschnauzige Kopf mit den großen, hochstehenden Ohren ähnelt dem Kopf der Hyäne.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 308
Margot war klein und dunkel und hatte große hellbraune Augen und konnte lachen wie eine Hyäne, war gutmütig wie ein gefütterter Bernhardiner - wo war sie?
Knef, Hildegard: Der geschenkte Gaul, Berlin: Ullstein 1999 [1970], S. 13
Zitationshilfe
„Hyäne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Hyäne>, abgerufen am 17.10.2019.

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