Huldigung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Huldigung · Nominativ Plural: Huldigungen
Aussprache
WorttrennungHul-di-gung (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Huldigung‹ als Erstglied: ↗Huldigungsgedicht
eWDG, 1969

Bedeutung

gehoben Zeichen der Ergebenheit, Verehrung
Beispiele:
jmdm. eine Huldigung darbringen, bezeigen
eine Huldigung entgegennehmen, abwehren
für den berühmten Jubilar kommen Huldigungen aus aller Welt
Ich ... sah sie lächeln, als ich ihr die Huldigungen des Geliebten überreichte [PenzoldtErdenwurm71]
historisch Treuegelöbnis
Beispiel:
der Adel brachte dem neuen Landesherrn seine Huldigung dar
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Huld · huldigen · Huldigung
Huld f. ‘Wohlwollen, Gunst, Gnade, Geneigtheit’, ahd. huldī (8. Jh.), hulda (Hs. 12. Jh.), mhd. hulde ‘Dienstbarkeit, Ergebenheit, Treue (des Lehnsmanns seinem Herrn gegenüber), Geneigtheit, Wohlwollen (des Herrn gegenüber den Untergebenen)’, asächs. huldi, mnd. hülde, hulde, aengl. hyldu, mnl. nl. hulde, afries. helde, hulde, anord. hylli, aschwed. hylle sind Abstraktbildungen zu dem unter ↗hold (s. d.) dargestellten Adjektiv. Die gekürzte, einsilbige Form Huld tritt zuerst (15. Jh.) im Obd. auf. huldigen Vb. ‘einer Sache mit Überzeugung anhängen, sie vertreten’, älter ‘seine Verehrung zu erkennen geben, sich einem Herrscher durch Treuegelöbnis unterwerfen, Ergebenheit bezeugen’, spätmhd. huldigen ‘sich geneigt machen, für sich gewinnen’; vgl. ahd. hulden ‘beschwichtigen, versöhnen, für sich gewinnen’ (9. Jh.), mhd. frühnhd. hulden ‘geneigt machen, Dienstbarkeit, Treue geloben’. Huldigung f. (15. Jh.); vgl. mhd. huldunge, frühnhd. huldung.

Thesaurus

Synonymgruppe
Ehrenbezeigung · ↗Ehrenbezeugung · ↗Ehrung · Huldigung  ●  ↗Hommage  geh., franz.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fürst Genius Herrscher Herzog Jubel König Quadrat Schönheit Stamm Untertan Verehrer auffassen begeistert darbringen dargebracht empfangen entbieten entgegennehmen enthusiastisch gleichkommen hymnisch ironisch liebevoll poetisch postum respektvoll stürmisch verfassen versteckt überschwenglich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Huldigung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch dies war die Stunde der Huldigung, nicht der Politik.
Die Welt, 10.10.2003
Seit jenen Tagen geht es mit der Huldigung stark bergab.
Der Tagesspiegel, 10.11.2002
Er war mit seiner Huldigung für den hohen Herrn sehr zufrieden.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 618
Die Huldigungen, die man ihr darbrachte, ließen sie nicht nur kühl, sie empörten sie.
Ebner-Eschenbach, Marie von: Meine Erinnerungen an Grillparzer. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1916], S. 11003
Nie aber darf sie sich einfallen lassen, einen anderen Herrn zu bevorzugen oder seinen Huldigungen ein sichtliches Wohlgefallen entgegenzubringen.
Schramm, Hermine [d.i. Meißner, Hermine]: Das richtige Benehmen in der Familie, in der Gesellschaft und im öffentlichen Leben. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1930], S. 6630
Zitationshilfe
„Huldigung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Huldigung>, abgerufen am 14.10.2019.

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