Hofgericht, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
WorttrennungHof-ge-richt
WortzerlegungHofGericht2
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

historisch einem Fürsten, Grundherrn über seine Leute zustehende Gerichtsbarkeit

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für das Hofgericht gab es deswegen zur Haftstrafe nur die Alternative der psychiatrischen Behandlung.
Die Welt, 09.07.2004
Der 1677 verstorbene Advokat beim kurfürstlichen Hofgericht, Huldreich Groß, vermachte der Stadt zu diesem Zweck seine Bibliothek von 4000 Werken und sein Vermögen.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1929, S. 105
Bei konsequenter Entwicklung wird dann das »Weistum« des »Hofgerichts« unter Beteiligung der Hofhörigen die Quelle authentischer Interpretationen der Ordnung.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 1043
Jahre später noch, 1856, verurteilt das Großherzogliche Hofgericht in Freiburg ihn in Abwesenheit zu lebenslangem Zuchthaus.
Die Zeit, 26.09.2011, Nr. 39
Selbst der Pfalzgraf, der dem Hofgericht vorstand, hatte auf ausdrücklichen Befehl des Königs in diesen Fällen nicht zu entscheiden.
Nitschke, August: Frühe christliche Reiche. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7106
Zitationshilfe
„Hofgericht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Hofgericht>, abgerufen am 17.06.2019.

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