Hilflosigkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungHilf-lo-sig-keit (computergeneriert)
Wortzerlegunghilflos-igkeit
eWDG, 1969

Bedeutung

das Hilflossein
Beispiele:
eine rührende Hilflosigkeit
Mir ist elend vor Hilflosigkeit [RemarqueIm Westen35]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hilfe · hilflos · Hilflosigkeit · hilfreich · Gehilfe · Hilfeleistung
Hilfe f. ‘Beistand, aktive Anteilnahme, Beistand leistende Person’, ahd. helfa (8. Jh.), hilfa (9. Jh.), mhd. helfe, hilfe, asächs. helpa, mnd. helpe, mnl. help(e), aengl. engl. help, anord. hjǫlp, schwed. hjälp sowie (ablautend) aostnfrk. hulpa, mhd. (md.) hulfe, hülfe, mnd. hülpe, mnl. hulpe, nl. hulp sind Verbalabstrakta zu dem unter ↗helfen (s. d.) dargestellten starken Verb. Die md. Form Hülfe gewinnt vor allem durch Luther an Verbreitung, wird aber schließlich (endgültig im 20. Jh.) von Hilfe verdrängt. hilflos Adj. ‘schutzlos, ratlos, unsicher’, ahd. helf(a)lōs (um 1000), mhd. helf(e)los; Hilflosigkeit f. ‘Ratlosigkeit, Zustand von Verlassenheit und Passivität’ (18. Jh.). hilfreich Adj. ‘fördernd, nützlich, hilfsbereit’, mhd. helferīche (vgl. gleichbed. mhd. helfec). Gehilfe m. ‘Helfer, Hilfskraft, Angestellter in unselbständiger Funktion’, ahd. gihelfo (um 1000), mhd. gehelfe. Hilfeleistung f. älter auch Hilf(s)leistung ‘Beistand, tatkräftige Unterstützung’ (16. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aggressivität Ausdruck Ausgeliefertsein Eingeständnis Einsamkeit Entsetzen Frustration Gefühl Inkompetenz Ohnmacht Ratlosigkeit Resignation Scham Trauer Verlassenheit Verzweiflung Wut anfänglich eingestanden erlernt erschreckend gewiss illustrieren kaschieren kindlich offenbaren pur rührend zeugen Überforderung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hilflosigkeit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aluminium ist eine designerische Hilflosigkeit, die sich manifestiert, nur um etwas anders zu machen.
Der Tagesspiegel, 24.02.2000
Durch die jahrelange Hilflosigkeit hatte sich eine ungeheure Wut in ihm angesammelt.
Süddeutsche Zeitung, 19.10.1996
Wenn mancher junger Arzt so forsch tut, so ist das kein Zeichen von Stärke, vielleicht eher von Hilflosigkeit.
Haluschka, Helene: Noch guter Ton? In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 3063
So stellt gerade der Ausweis der männlichen Prächtigkeit eine ständige Demonstration der männlichen Hilflosigkeit dar.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 194
Das Gefühl der vollkommenen Hilflosigkeit, das dich überfallen hat, habe ich häufig.
Lichtenstein, Alfred: Cafe Klößchen. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1919], S. 41616
Zitationshilfe
„Hilflosigkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Hilflosigkeit>, abgerufen am 19.04.2019.

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