Herstellung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungHer-stel-lung (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Herstellung‹ als Erstglied: ↗Herstellungsarbeit · ↗Herstellungsart · ↗Herstellungskosten · ↗Herstellungsmenge · ↗Herstellungsprozess · ↗Herstellungsverfahren
 ·  mit ›Herstellung‹ als Letztglied: ↗Benzinherstellung · ↗Gesamtherstellung · ↗Glasherstellung · ↗Massenherstellung · ↗Papierherstellung · ↗Serienherstellung
eWDG, 1969

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von herstellen2 (Lesart 1–3)
entsprechend der Bedeutung von herstellen2 (Lesart 1)
Beispiele:
die Herstellung von Gebrauchsgütern, Industriewaren
die fabrikmäßige Herstellung von Halbleitern wurde aufgenommen
entsprechend der Bedeutung von herstellen2 (Lesart 2)
Beispiel:
der Herstellung freundschaftlicher Beziehungen zwischen unseren Ländern steht nichts im Wege
entsprechend der Bedeutung von herstellen2 (Lesart 3)
Beispiel:
bis zu seiner völligen Herstellung (= Genesung) werden noch vier Wochen vergehen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stellen · Stelle · Stellmacher · Stellvertreter · Stellung · Stellage · abstellen · anstellen · Angestellter · Anstellung · ausstellen · Ausstellung · bestellen · entstellen · herstellen · wiederherstellen · Hersteller · Herstellung · nachstellen · verstellen · Verstellung · vorstellen · Vorstellung
stellen Vb. ‘an einem Ort zum Stehen bringen, aufstellen’, ahd. stellen (8. Jh.), mhd. stellen, stallen (Prät. mit Rückumlaut ahd. stalta, mhd. stalte, s. auch ↗Anstalt, ↗Gestalt), asächs. stellian ‘hinstellen’, mnd. mnl. nl. stellen, aengl. stellan sind im Sinne von ‘an einem Standort aufstellen’ gebildet zu germ. *stalla- ‘Standort, Platz’ (s. ↗Stall). Stelle f. ‘Ort, Platz, Amt, Behörde’, Rückbildung des 16. Jhs. aus dem Verb, eigentlich ‘Platz, Ort, wo etw. steht’; vgl. mhd. himelstelle ‘Stelle, Sitz im Himmel, Himmelsthron’. Stellmacher m. ‘wer Gestelle für Wagen herstellt’, spätmhd. (omd.) stellemacher, im Nordd. und Omd. verbreitet, zum ja-Stamm Stell n. ‘Gestell’ (frühnhd. bis ins 17. Jh., noch mundartlich im Nordd.), vgl. ahd. -stelli in forastelli ‘Stuhlverstopfung’ (um 1100); s. auch ↗Bettgestell. Stellvertreter m. ‘wer im Auftrag und Namen eines anderen handelt’ (17. Jh.). Stellung f. ‘das Stellen, Körperhaltung, Stand, Anordnung, Lage, Amt, Posten, militärisch befestigter Punkt bzw. Abschnitt’, mhd. stallunge, stellung; vgl. stellungslos (Ende 19. Jh.). Stellage f. ‘Gerüst, Gestell’, Übernahme (16. Jh.) von nl. stellage ‘Bau- oder Schaugerüst’, einer Bildung mit frz. Endung zu mnl. stellen (s. oben). abstellen Vb. ‘etw. abschaffen, beseitigen’ (15. Jh.), ‘niedersetzen’ (16. Jh.), ‘außer Betrieb setzen, abschalten, auf etw. abzielen’ (18. Jh.). anstellen Vb. ‘nahe woran stellen, lehnen, in eine Stelle, ein Amt einsetzen, bewerkstelligen, unternehmen, anstiften, zum Fließen, Strömen bringen’, reflexiv ‘sich anreihen’, mhd. anestellen ‘einstellen, aufschieben’; Angestellter m. ‘in einem abhängigen Arbeitsverhältnis Stehender’ (Anfang 19. Jh.); Anstellung f. ‘Arbeitsverhältnis, Arbeitsplatz’ (19. Jh.), ‘Einrichtung, Anordnung, Bewirkung’, auch ‘Aufschub’ (15. Jh.), Anstellung machen (17. Jh.) für älteres Anstalt(en) machen (s. ↗Anstalt). ausstellen Vb. ‘anfertigen, öffentlich zur Schau stellen, bemängeln, kritisieren’, auch ‘hinausstellen’ (15. Jh.); Ausstellung f. ‘öffentliches Zurschaustellen einer Sammlung o. ä., Ausfertigung, Bemängelung’ (17. Jh.). bestellen Vb. ‘in Auftrag geben, anfordern, bearbeiten, (eine Botschaft) ausrichten’, ahd. bistellen ‘besetzen, bekränzen’ (9. Jh.), mhd. bestellen ‘von allen Seiten umstellen, besetzen, einsäumen, einstellen, anordnen, besorgen, instand setzen’. entstellen Vb. ‘verunstalten’, mhd. entstellen, auch reflexiv ‘sich verstellen’, eigentlich ‘aus der rechten Stellung oder Form bringen’. herstellen Vb. ‘an einen bestimmten Platz stellen, restaurieren, anfertigen, produzieren’ (16. Jh.); wiederherstellen Vb. ‘in den alten Zustand versetzen, ausbessern, reparieren’ (18. Jh.); Hersteller m. ‘Produzent’ (19. Jh.), anfangs auch ‘Restaurator’; Herstellung f. ‘das Anfertigen, Produktion, Verlagsabteilung für typographische Gestaltung und Kalkulation der Bücher’ (19. Jh.). nachstellen Vb. ‘auflauern, verfolgen’ (16. Jh.; eigentlich Schlingen, Fallen stellen). verstellen Vb. ‘verbarrikadieren, an einen anderen Platz stellen, falsch stellen’, übertragen (reflexiv) ‘sich anders geben, als man ist, etw. vortäuschen’, mhd. verstellen ‘zum Stehen bringen, im Fließen aufhalten, (sich) verwandeln, verunstalten, unkenntlich machen’; Verstellung f. ‘Umstellung, Verunstaltung, (Vor)täuschung’ (15. Jh.). vorstellen Vb. ‘nach vorn stellen, bekannt machen’, reflexiv ‘sich ein geistiges Bild machen’ (16. Jh.); Vorstellung f. ‘das Bekanntmachen, geistiges Bild, Idee, Aufführung, Einwand, Vorhaltung’ (um 1600).

Thesaurus

Synonymgruppe
Anfertigung · ↗Aufbau · ↗Erstellung · ↗Erzeugung · ↗Fabrikation · ↗Fertigung · ↗Generierung · Herstellung · ↗Hervorbringung · ↗Produktion · ↗Schaffung · ↗Verfertigung · ↗Zubereitung
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Antonyme
  • Herstellung

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anlage Atombombe Atomwaffe Beziehung Einheit Embryo Fabrik Frieden Gemeinschaftsunternehmen Giftgas Gleichgewicht Impfstoff Kernwaffe Kunststoff Lagerung Lebensverhältnis Massenvernichtungswaffe Material Produkt Sprengstoff Stammzelle Verbreitung Vertrieb Waffe benötigen eignen industriell spezialisieren verbieten verwenden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Herstellung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch gerade wegen der komplizierten Herstellung gelten diese Münzen als besonders fälschungssicher.
Süddeutsche Zeitung, 14.05.2001
Zurzeit beginnt die Herstellung eines Instruments für eine Kirche in Rom.
Der Tagesspiegel, 06.12.2000
Die Champagne ist Frankreichs bedeutendstes Gebiet in der Herstellung moussierender Weine.
Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 146
Ihm unterstand also der Block, und er war für die Herstellung verantwortlich.
o. A.: Fünfundvierzigster Tag. Dienstag, 29. Januar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 17882
Nirgend sonst in der Welt gab es ähnlich feine Wolle für die Herstellung der besten Tuche.
Hahn, Christian Diederich: Bauernweisheit unterm Mikroskop, Oldenburg i.O.: Stalling 1943 [1939], S. 132
Zitationshilfe
„Herstellung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Herstellung>, abgerufen am 22.07.2019.

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