Harfner, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungHarf-ner (computergeneriert)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Harfe · harfen · Harfenist · Harfner
Harfe f. großes Musikinstrument, dessen Saiten mit den Fingern gezupft werden; in seiner Grundform bereits auf Abbildungen in altägyptischen Felsengräbern dargestellt. Die Herkunft der germ. Bezeichnung ahd. harpha (9. Jh.), harfa (10. Jh.), mhd. harpfe, asächs. harpa, mnd. mnl. harpe, herpe, nl. harp, aengl. hearpe, engl. harp, anord. harpa und (latinisiert) harpa (Venantius Fortunatus, 6. Jh.) ist jedoch ungeklärt. Deutungsversuche knüpfen an die Form des Instruments oder an die Art der Tonerzeugung an. So wird Harfe mit anord. munnharpa ‘Mundkrampf, Zusammenziehen der Lippen wegen Kälte’ (auch Name einer Dämonin), isl. harpa ‘zusammenkneifen’, herpa ‘zusammenziehen’, griech. kárphos (κάρφος) ‘trockener Körper, dürres Reisig’, lat. corbis ‘Korb, Flechtwerk’, russ. koróbit’ (коробить) ‘krümmen, biegen’ verglichen und zu ie. *(s)kerb(h)-, *(s)kreb(h)- ‘drehen, krümmen’, einer Erweiterung der Wurzel ie. *(s)ker- ‘drehen, biegen’, gestellt, so daß das Instrument entweder nach seiner hakigen Krümmung (Pokorny 1, 948) oder nach den beim Zupfen gekrümmten Fingern benannt sein kann. harfen Vb. ‘die Harfe spielen’, mhd. harpfen, herpfen. Harfenist m. (16. Jh.), Harfner m. (18. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gesang Lied Mignon blind

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Harfner‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Harfner beginnt jeden Vers allein, aber beide Ausführenden hören zusammen auf.
Clapham, John: Eisteddfod. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 23583
Ein alter Harfner spielt auf dieser Lebensreise, die die unterschiedlichen Alterstufen angetreten haben.
Süddeutsche Zeitung, 03.09.2002
Da ist das bekannte Nachtgespräch des »Süßen« mit dem »Harfner«.
Friedländer, Hugo: Der Beleidigungsprozeß des Berliner Stadtkommandanten, Generalleutnant z.D. Graf Kuno von Moltke gegen den Herausgeber der »Zukunft« Maximilian Harden. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1920], S. 4069
Eines der wütendsten Gedichte (Wolfdietrich Schnurre „An die Harfner“) war Absage nicht nur an Bergengruens „Heile Welt“;
Die Zeit, 05.08.1977, Nr. 32
Am 10. Oktober stehen "Harfner und Mignon" in der Evangelischen Akademie Tutzing, am 16. Oktober "Die vier Jahreszeiten" im Florian-Stadl von Kloster Andechs auf dem Programm.
Süddeutsche Zeitung, 26.08.1999
Zitationshilfe
„Harfner“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Harfner>, abgerufen am 15.09.2019.

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