Hamsterware, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Hamsterware · Nominativ Plural: Hamsterwaren
Aussprache
WorttrennungHams-ter-wa-re
WortzerlegunghamsternWare
eWDG, 1969 und DWDS, 2018

Bedeutung

abwertend Ware, die man durch Hamsterkäufe erworben hatQuelle: DWDS, 2018
Beispiele:
Von da an [Ende des 1. Weltkriegs] war Hamster, Hamsterer und hamstern in der übertragenen Bedeutung aus der deutschen Sprache nicht mehr wegzudenken. In einem Jahrhundert voller Notzeiten hatte man allzu oft Bedarf dafür, und bald gesellten sich Ableitungen wie Hamsterkauf, Hamsterware und Hamsterpreise dazu. [Die Welt, 23.08.2016]
Der dicke Pjotr überwacht die gerechte Verteilung des Defizits in den Geschäften: Fleisch, Kondensmilch, Zucker. Jeden Morgen muß er die Verkäufer zwingen, ihre Geheimvorräte preiszugeben, die Hamsterwaren unter dem Tresen allen anzubieten, nicht nur ihren Freunden. »Sie hassen uns«, sagt er stolz, »noch nie sind sie so streng kontrolliert worden.« [Der Spiegel, 06.11.1989, Nr. 45]
Für mindestens 2 Millionen DM Schieber- und Hamsterwaren wurden von der Volkskontrolle in der Etikettenfabrik Ide & Co. in Bischleben bei Erfurt entdeckt. [Neues Deutschland, 17.12.1948]
die Abteile […] strotzten von Koffern und Säcken voller Hamsterware [NellFischer81]Quelle: WDG, 1969

Den originalen WDG-Artikel können Sie hier anschauen.

Zitationshilfe
„Hamsterware“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Hamsterware>, abgerufen am 17.10.2019.

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