Gummiarabikum, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
WorttrennungGum-mi-ara-bi-kum
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

aus der Rinde verschiedener Akazienarten gewonnener, wasserlöslicher Milchsaft, der als Klebstoff und Bindemittel verwendet wird
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gummi · Gummiarabikum · Gummibaum · gummieren
Gummi m. n. ‘Saft bestimmter Pflanzen, Gummiharz, Klebstoff, elastisches, aus Kautschuk gewonnenes Produkt’, auch kurz für ↗Radiergummi (nur m.; s. d.). Mhd. gummi (vereinzelt 13. Jh., häufiger ab 15. Jh.) ist eine Entlehnung von lat. gummi, älter cummi, griech. kómmi (κόμμι), nach ägypt. kemai, kemȧ, der Bezeichnung eines wohlriechenden Harzes. Gummiarabikum n. aus dem Saft von Akazien gewonnener Klebstoff, mlat. gummi Arabicum ‘arabischer Gummi’ (seit dem 14. Jh. in dt. Texten), teils aus Arabien stammend, teils über Arabien eingeführt. Gummibaum m. aus Ostindien stammender Feigenbaum mit lederartigen, dunkelgrün glänzenden Blättern, beliebte Zimmerpflanze (19. Jh.). gummieren Vb. ‘mit einer klebrigen Gummimasse bestreichen, mit Klebstoff versehen’ (Anfang 19. Jh.), älter ‘mit Harzen zubereiten’ (16. Jh.).

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Häufiges Mittel hierfür ist das Bleiweiß, bis zum 15. Jh. mit Eitempera, später mit Gummiarabikum gebunden.
o. A.: Lexikon der Kunst - H. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 17376
Zitationshilfe
„Gummiarabikum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Gummiarabikum>, abgerufen am 22.08.2019.

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