Gravur, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Gravur · Nominativ Plural: Gravuren
Aussprache
WorttrennungGra-vur (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1969

Bedeutung

gravierte Verzierung
Beispiel:
zwei Gläser, über und über mit Gravuren und Facetten bedeckt [JahnnHolzschiff77]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

gravieren1 · Graveur · Gravüre · Gravur
gravieren1 Vb. ‘(in Metall, Stein, Glas) schneiden, ritzen’, Entlehnung (18. Jh.) aus gleichbed. frz. graver, das dem Germ. (vgl. anfrk. gravan, asächs. graƀan, mnl. mnd. grāven, s. ↗graben) entstammt und im Afrz. zunächst in der Bedeutung ‘einen Scheitel ziehen’ begegnet. Den erst für das 15. Jh. zu belegenden heutigen Wortsinn des Verbs setzt jedoch bereits das zugehörige Nomen agentis mfrz. frz. graveur (14. Jh.) ebenso wie jüngeres mfrz. frz. gravure (16. Jh.) voraus. Beide Bildungen werden im 18. Jh. gleichfalls ins Dt. entlehnt, Graveur m. ‘Kupfer-, Stahlstecher, Steinschneider’, Gravüre f. ‘Erzeugnis der Gravierkunst, Kupfer-, Stahlstich, Steinschnitt’, im 19. Jh. auch (latinisierend) Gravur f.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ehering Malerei Ring Schliff Stein Uhr Zeichnung aufwendig fein versehen zieren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gravur‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es sind Gravuren, parallele Linien, sich kreuzende Linien, dreieckige Formen.
Die Zeit, 25.07.2011, Nr. 30
Er ist schlicht, aus Silber, ohne Gravur, aber er ist von meinem Vater.
Süddeutsche Zeitung, 24.12.2002
Durch galvanisch bewirkte Metallabscheidung hat man ein weiteres Mittel zur Hand, komplizierte Gravuren maßgenau auszuführen.
Menges, Georg u. Mohren, Paul: Anleitung für den Bau von Spritzgießwerkzeugen, München: Hanser 1974, S. 23
Die meisten und die ältesten Malereien und Gravuren in Stein gibt es in Afrika.
o. A.: Kunstwerke in Stein. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]
Ihre Waffen zeichneten sich durch Schlankheit und Eleganz aus, die flache Gravur trat an die Stelle des reliefartigen Eisenschnitts.
o. A.: Lexikon der Kunst - B. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 8024
Zitationshilfe
„Gravur“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Gravur>, abgerufen am 19.08.2019.

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