Getriebe, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Getriebes · Nominativ Plural: Getriebe
Aussprache
WorttrennungGe-trie-be (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Getriebe‹ als Erstglied: ↗Getriebebremse · ↗Getriebegehäuse · ↗Getriebelehre
 ·  mit ›Getriebe‹ als Letztglied: ↗Alltagsgetriebe · ↗Ausgleichgetriebe · ↗Ausgleichsgetriebe · ↗Automatikgetriebe · ↗Differentialgetriebe · ↗Differenzialgetriebe · ↗Festgetriebe · ↗Fünfganggetriebe · ↗Großstadtgetriebe · ↗Hypoidgetriebe · ↗Kurbelgetriebe · ↗Kurvengetriebe · ↗Marktgetriebe · ↗Planetengetriebe · ↗Rollengetriebe · ↗Rädergetriebe · ↗Schaltgetriebe · ↗Schnellganggetriebe · ↗Schraubengetriebe · ↗Sechsganggetriebe · ↗Sperrgetriebe · ↗Straßengetriebe · ↗Tagesgetriebe · ↗Wechselgetriebe · ↗Weltgetriebe · ↗Zahnradgetriebe
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Vorrichtung in Maschinen o. Ä., die Bewegungen überträgt und die Maschine o. Ä. funktionstüchtig macht
2.
lebhaftes Treiben; Betriebsamkeit
3.
Bergbau Pfähle zur Sicherung des Schachtes
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Getriebe n. ‘technische Konstruktion zur Übertragung und Umformung von Kraft und Bewegung, lebhafter Verkehr’. Die Kollektivbildung bezeichnet zunächst (15. Jh.) in Anlehnung an das Treibrad ‘alles, was von Rädern getrieben wird’ (Räder-, Mühl-, Uhrwerk), dann (um 1800) ein ‘reges, bewegtes Durcheinander’ und gehört etymologisch zu ↗treiben (s. d.); vgl. auch ahd. anagitrib ‘Antrieb, innere Unruhe’ (10. Jh.), mhd. getrīp ‘das Treiben, Getriebe’. Unklar bleibt, ob Getriebe unmittelbar vom Verb abgeleitet oder zum zugehörigen Verbalabstraktum (s. ↗Trieb) gebildet ist.

Thesaurus

Technik
Synonymgruppe
Getriebe · Umformerelement
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Planetengetriebe · Planetenradgetriebe · Planetenrädergetriebe · Umlaufrädergetriebe
  • Umschlingungsgetriebe · Zugmittelgetriebe · Zugmitteltrieb
  • Kegelradgetriebe · Winkelgetriebe
Synonymgruppe
(das) Geschehen · (das) Getriebe · ↗(das) Getümmel · (das) Hin und Her · ↗(das) Treiben · (das) pralle Leben  ●  des Lebens bunte Fülle  poetisch
Assoziationen
Synonymgruppe
Getriebe · ↗Maschinerie · ↗Räderwerk
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Achse Antriebsstrang Bremse Fahrwerk Hinterachse Kupplung Lenkung Motor Rad Sand Sandkorn Schaltung Startautomatik Zahnrad abgestuft automatisch automatisiert geschaltet halbautomatisch handgeschaltet knirschen manuell schaltbar schalten schaltend sequentiell sequenziell streuen stufenlos vollautomatisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Getriebe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gemeinsam mit der TU wolle man jetzt noch das Getriebe der Bahnen verbessern.
Der Tagesspiegel, 17.11.2000
Schuld daran ist vor allem der sehr lang übersetzte fünfte Gang des ansonsten sehr guten Getriebes.
Bild, 30.11.1999
Beim vollsynchronisierten Getriebe braucht man zum Schalten also nur noch zu kuppeln, um sofort danach den neuen Gang einlegen zu können.
Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 72
Tatsächlich hatte das Getriebe, das schon vorher auf dem Platz geherrscht hatte, noch wesentlich zugenommen.
Seidel, Ina: Das Wunschkind, Frankfurt a. M. u. a.: Ullstein 1987 [1930], S. 975
Jedenfalls war sie dann nicht verflochten in das innerweltliche Getriebe.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. II, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 163
Zitationshilfe
„Getriebe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Getriebe>, abgerufen am 19.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
getreulich
Getreue
getreu
Getrenntschreibung
Getrenntheit
Getriebebremse
Getriebegehäuse
Getriebelehre
getrieben
Getriebeöl