Gestirn, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gestirn(e)s · Nominativ Plural: Gestirne
Aussprache
WorttrennungGe-stirn
Wortbildung mit ›Gestirn‹ als Letztglied: ↗Dreigestirn · ↗Nachtgestirn · ↗Zweigestirn
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben Himmelskörper
Beispiele:
das hellste Gestirn am Himmel ist die Sonne
ein neues Gestirn entdecken, erblicken
der Gang, Lauf der Gestirne
Von den Großen dieser Erde / Melden uns die Heldenlieder: / Steigend auf so wie Gestirne / Gehn sie wie Gestirne nieder [BrechtGedichte7]
übertragen Schicksal, das dem Aberglauben nach von den Sternen abhängt
Beispiele:
ein glückliches Gestirn führte uns zusammen
so wie dieses Paar, seinen Gestirnen vertrauend, bereit war, sich zu trennen [A. ZweigJunge Frau333]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gestirn · gestirnt
Gestirn n. ‘Himmelskörper, Sternbild’, ahd. gistirni ‘Konstellation der Gestirne, Sternbild’ (um 900), mhd. gestirn(e), gesterne ist Kollektivbildung (eigentlich ‘die Sterne’) zu ahd. sterno, mhd. sterne, stern (s. ↗Stern). gestirnt Adj. ‘mit Sternen versehen’, ahd. gistirnōt (um 1000), mhd. gestirn(e)t.

Thesaurus

Astronomie
Synonymgruppe
Gestirn · ↗Himmelskörper
Oberbegriffe
  • nicht lebendes Objekt · unbelebtes Objekt
Unterbegriffe
  • kalter Himmelskörper  ●  ↗Planet  Hauptform · ↗Wandelstern  veraltet · Wanderstern  veraltet
  • Begleiter · ↗Mond · ↗Satellit · ↗Trabant
  • Sonne · ↗Stern  ●  ↗Fixstern  veraltet
  • Transneptun · transneptunisches Objekt
  • koorbitaler Begleiter · koorbitales Objekt
  • Erdbahnkreuzer · erdnahes Objekt
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abendhimmel All Beobachtung Bewegung Bähnchen Firmament Gebirge Gestirn Himmel Konstellation Kosmos Kreisbahn Kreislauf Lauf Mond Nachthimmel Sonne Umlauf auffällig aufgehend beherrschend dominierend fern funkelnd glühend hell kreisen kreisend leuchten leuchtend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gestirn‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alle elf Jahre kocht das glühende Gestirn besonders heftig - nach 1989 auch jetzt wieder.
Bild, 07.08.2000
Zu diesem Zeitpunkt, hieß es, stünden ausgesprochen wichtige Gestirne in einer direkten Linie zur Erde.
Der Tagesspiegel, 04.05.2000
Das alles hat nicht den Mond, hat kein Gestirn gejuckt.
Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 27
Ein noch glänzenderes Gestirn kreuzte damals in Wien meine Bahn.
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 4783
Aber jetzt grämte ich mich nicht mehr um sie, denn meine Gestirne wandelten auf anderem Wege zur Höhe.
Sudermann, Hermann: Das Bilderbuch meiner Jugend. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 903
Zitationshilfe
„Gestirn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Gestirn>, abgerufen am 18.10.2019.

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