Gestell, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gestell(e)s · Nominativ Plural: Gestelle
Aussprache
WorttrennungGe-stell
Wortbildung mit ›Gestell‹ als Letztglied: ↗Bettgestell · ↗Blumengestell · ↗Brillengestell · ↗Buchgestell · ↗Büchergestell · ↗Drahtgestell · ↗Eisengestell · ↗Fahrgestell · ↗Fahrradgestell · ↗Flaschengestell · ↗Holzgestell · ↗Jammergestell · ↗Knochengestell · ↗Lagergestell · ↗Lampengestell · ↗Lattengestell · ↗Laufgestell · ↗Schirmgestell · ↗Tragegestell · ↗Traggestell · ↗Trockengestell · ↗Untergestell · ↗Waschgestell
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Unterbau besonders von Maschinen, Geräten, Fahrzeugen
Beispiele:
das Gestell des Hochofens
das Bett hat ein eisernes Gestell
Tragegerüst
Beispiel:
der Schirm hat ein vernickeltes Gestell
2.
etw., worauf man etw. stellen kann, Regal
Beispiele:
ein Gestell für Bücher, Blumen
auf zierlichen Gestellen prangen hundert Bücher für Herz und Geist [RoseggerWaldschulmeister1,138]
3.
salopp Figur, Körperbau
Beispiel:
der mit seinem krummen Gestell!
Mensch
Beispiel:
du hast es mit dem Gräflein getrieben, mit diesem langen Gestell [Feuchtw.Narrenweisheit64]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gestell n. ‘Regal, Stütz- oder Tragerahmen’, ahd. gistelli ‘Stellung, Lage, Sternbild, Gerüst’ (9. Jh.), mhd. gestelle ‘Gestell, Gestalt’, mnl. g(h)estelle, nl. gestel stehen mit Kollektivpräfix neben ahd. stal ‘Standort, Stelle, Gebäude zum Einstellen von Vieh’, mhd. stal ‘Steh-, Sitz-, Wohnort, Stand, Gebäude zum Einstellen von Vieh’ (s. ↗Stall). Die Verbindung mit stellen ist sekundär, da das Verb ebenfalls von dem unter ↗Stall behandelten Substantiv abgeleitet ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gestell · ↗Stellage · ↗Ständer
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aluminium Brille Bügel Draht Getriebe Holz Nase Rad Schraube Sonnenbrille Trocknen Zuganker aufhängen ausladend baumeln befestigen drehbar eisern fahrbar fertigen goldfarben häßlich hölzern klapprig mannshoch metallen montieren rollend schnallen stählern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gestell‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf hölzerne Gestelle wurden immergrüne Zweige gesteckt - ein Symbol des Lebens im kalten Winter.
Die Welt, 23.12.2000
Seither schleppt er das hölzerne Gestell, das sonst über Nacht draußen steht, abends in den Laden.
Süddeutsche Zeitung, 25.09.1998
Da liegt meine Mutter auf einem Gestell, mit sterilen Tüchern eingemummt wie die anderen Gestalten.
Wölfl, Norbert: Die wiedergefundene Zärtlichkeit, Genf u. a.: Ariston 1995 [1983], S. 181
Ich versuchte erst gar nicht, die Trommel mit eigener Kraft vom Gestell herunterzuziehen.
Grass, Günter: Die Blechtrommel, Darmstadt: Luchterhand 1959, S. 267
Keine Augen werden mehr gerollt, keine Gestelle in den Weg geschoben.
Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 265
Zitationshilfe
„Gestell“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Gestell>, abgerufen am 16.10.2019.

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