Geschick, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Geschick(e)s · Nominativ Plural: Geschicke
Aussprache
WorttrennungGe-schick
Wortbildung mit ›Geschick‹ als Letztglied: ↗Frauengeschick · ↗Kriegsgeschick · ↗Lebensgeschick · ↗Missgeschick · ↗Staatsgeschick · ↗Stadtgeschick
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
meist im Singular
Schicksal, unabänderlicher Verlauf des Lebens
Beispiele:
ein freundliches, gütiges, launisches, widriges, schreckliches, böses, trauriges Geschick
das Geschick hat sie zusammengeführt
jmds. Geschick wendet sich, gestaltet sich anders
jmdn. ereilt sein Geschick
sein Geschick tragen müssen
seinem Geschick nicht entgehen
Anteil an jmds. Geschick nehmen
sich in sein Geschick fügen
mit seinem Geschick hadern
ein vom Geschick Begünstigter
Doch mit des Geschickes Mächten / Ist kein ew'ger Bund zu flechten [SchillerGlocke]
2.
Singular selten
Gestaltung des Lebens, der Lebensumstände
Beispiele:
die Geschicke der Stadt, des Staates leiten, lenken
das Volk nahm seine Geschicke, sein Geschick in die eigenen Hände
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geschick · Geschicklichkeit · Mißgeschick
Geschick n. ‘Fähigkeit, etw. in rechter Weise zu tun, Schicksal’, Abstraktbildung zu dem unter ↗schicken (s. d.) aufgeführten Verb. Mhd. geschicke ‘Begebenheit, Ordnung, Anordnung, Aufstellung zum Kampf, Vermächtnis, Benehmen’ wird in nhd. Zeit in seiner Bedeutung verengt zu ‘was dem Menschen von höheren Mächten geschickt, zugefügt, verhängt wird, Schicksal’ (seit dem 15. Jh.) und (unter Einfluß von ↗geschickt, s. d.) ‘Fähigkeit, etw. schicklich, passend zu tun’ (17. Jh.). In der Alltagssprache noch etw. wieder ins Geschick (‘in Ordnung’) bringen, aus dem Geschick (‘aus der Ordnung’) sein. Geschicklichkeit f. ‘natürliche Begabung, Gewandtheit, Fertigkeit’ (15. Jh.), zu heute unüblichem geschicklich Adj. ‘geziemend, passend, geschickt’ (15. Jh.). Mißgeschick n. ‘Unglück’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Geschick · ↗Geschicklichkeit · ↗Gewandtheit  ●  ↗Pli  geh., franz., lat.
Synonymgruppe
Fertigkeit · Geschick · ↗Geschicklichkeit · ↗Kunstfertigkeit  ●  Handgeschick  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Bestimmung · ↗Fatum · ↗Fügung · Geschick · ↗Karma (buddh.) · ↗Kismet (islam.) · ↗Los · ↗Prädestination · ↗Schicksal · ↗Schickung · ↗Vorbestimmung · ↗Vorherbestimmung · ↗Vorsehung · ↗Zufall
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausdauer Fleiß Geduld Gespür Glück Lenker Mut Umsicht bestimmen beweisen didaktisch diplomatisch dramaturgisch einig erfordern geleiten gütig handwerklich kaufmännisch leiten lenken mitbestimmen organisatorisch psychologisch pädagogisch rhetorisch strategisch taktisch tragisch unternehmerisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Geschick‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit mehr als zehn Jahren leitet er die Geschicke des Unternehmens.
Die Welt, 13.03.2004
Wie sich Zug um Zug das Drama enthüllt, zeugt von großem dramatischem Geschick.
Fath, Rolf: Werke - J. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 9234
Sie wurden erst vor wenigen Jahren mit großem handwerklichen Geschick den Originalen nachgebaut.
Der Tagesspiegel, 02.05.1998
Mit einigem Geschick kann man sich sehr gut mit wenigem behelfen.
Meyerhoff, Grete: Kleine Imkerschule, Berlin: Deutscher Landwirtschaftsverl. VEB 1981 [1970], S. 26
Dieses ruhmreiche Geschick des Mannes tritt in den zwölf Büchern von Blatt zu Blatt hervor.
Hofmannsthal, Hugo von: Goethes »West-Östlicher Divan«. In: Bertram, Mathias (Hg.) Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 27892
Zitationshilfe
„Geschick“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Geschick#1>, abgerufen am 20.07.2019.

Weitere Informationen …

Geschick, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Geschick(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungGe-schick
Wortbildung mit ›Geschick‹ als Letztglied: ↗Ungeschick · ↗Verhandlungsgeschick
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Fähigkeit und Flinkheit
Beispiele:
eine Arbeit mit Fleiß und Geschick tun
mit etwas Geschick lässt sich das schnell ändern
sie hat Geschick zu, für Handarbeiten
er hat kein Geschick dazu, hat darin kein Geschick
sie hat Geschick, mit Kindern umzugehen
2.
umgangssprachlich Ordnung
Beispiele:
etw. wieder ins Geschick bringen
das werden wir bald wieder im Geschick haben
Nun hat die Sache schon eher ein Geschick [StrittmatterOchsenkutscher331]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geschick · Geschicklichkeit · Mißgeschick
Geschick n. ‘Fähigkeit, etw. in rechter Weise zu tun, Schicksal’, Abstraktbildung zu dem unter ↗schicken (s. d.) aufgeführten Verb. Mhd. geschicke ‘Begebenheit, Ordnung, Anordnung, Aufstellung zum Kampf, Vermächtnis, Benehmen’ wird in nhd. Zeit in seiner Bedeutung verengt zu ‘was dem Menschen von höheren Mächten geschickt, zugefügt, verhängt wird, Schicksal’ (seit dem 15. Jh.) und (unter Einfluß von ↗geschickt, s. d.) ‘Fähigkeit, etw. schicklich, passend zu tun’ (17. Jh.). In der Alltagssprache noch etw. wieder ins Geschick (‘in Ordnung’) bringen, aus dem Geschick (‘aus der Ordnung’) sein. Geschicklichkeit f. ‘natürliche Begabung, Gewandtheit, Fertigkeit’ (15. Jh.), zu heute unüblichem geschicklich Adj. ‘geziemend, passend, geschickt’ (15. Jh.). Mißgeschick n. ‘Unglück’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Geschick · ↗Geschicklichkeit · ↗Gewandtheit  ●  ↗Pli  geh., franz., lat.
Synonymgruppe
Fertigkeit · Geschick · ↗Geschicklichkeit · ↗Kunstfertigkeit  ●  Handgeschick  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Bestimmung · ↗Fatum · ↗Fügung · Geschick · ↗Karma (buddh.) · ↗Kismet (islam.) · ↗Los · ↗Prädestination · ↗Schicksal · ↗Schickung · ↗Vorbestimmung · ↗Vorherbestimmung · ↗Vorsehung · ↗Zufall
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausdauer Fleiß Geduld Gespür Glück Lenker Mut Umsicht bestimmen beweisen didaktisch diplomatisch dramaturgisch einig erfordern geleiten gütig handwerklich kaufmännisch leiten lenken mitbestimmen organisatorisch psychologisch pädagogisch rhetorisch strategisch taktisch tragisch unternehmerisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Geschick‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit mehr als zehn Jahren leitet er die Geschicke des Unternehmens.
Die Welt, 13.03.2004
Wie sich Zug um Zug das Drama enthüllt, zeugt von großem dramatischem Geschick.
Fath, Rolf: Werke - J. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 9234
Sie wurden erst vor wenigen Jahren mit großem handwerklichen Geschick den Originalen nachgebaut.
Der Tagesspiegel, 02.05.1998
Mit einigem Geschick kann man sich sehr gut mit wenigem behelfen.
Meyerhoff, Grete: Kleine Imkerschule, Berlin: Deutscher Landwirtschaftsverl. VEB 1981 [1970], S. 26
Dieses ruhmreiche Geschick des Mannes tritt in den zwölf Büchern von Blatt zu Blatt hervor.
Hofmannsthal, Hugo von: Goethes »West-Östlicher Divan«. In: Bertram, Mathias (Hg.) Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 27892
Zitationshilfe
„Geschick“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Geschick#2>, abgerufen am 20.07.2019.

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