Geschenk, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Geschenk(e)s · Nominativ Plural: Geschenke
Aussprache
WorttrennungGe-schenk (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Geschenk‹ als Erstglied: ↗Geschenkartikel · ↗Geschenkband1 · ↗Geschenkband2 · ↗Geschenketipp · ↗Geschenkgutschein · ↗Geschenkpackung · ↗Geschenkpapier · ↗Geschenksendung · ↗Geschenktipp · ↗Geschenkzweck · ↗geschenkweise
 ·  mit ›Geschenk‹ als Letztglied: ↗Gegengeschenk · ↗Hochzeitsgeschenk · ↗Steuergeschenk · ↗Taufgeschenk · ↗Verlobungsgeschenk · ↗Weihegeschenk · ↗Weihgeschenk · ↗Weihnachtsgeschenk
eWDG, 1967

Bedeutung

das, was jmd. jmdm. schenkt, Gabe
Beispiele:
ein wertvolles, großes, großzügiges, fürstliches, herrliches, sinniges, (un)passendes Geschenk
ein geeignetes Geschenk aussuchen
jmdn. mit einem kleinen Geschenk überraschen
jmdm. ein Geschenk geben, überreichen, zustecken, mitbringen
er machte ihm ein Buch zum Geschenk
jmdn. mit Geschenken überhäufen
jmdn. durch ein Geschenk erfreuen
seine Geschenke verteilen
ein Geschenk bekommen, annehmen
ein Geschenk zum Geburtstag, zu Weihnachten kaufen
sprichwörtlich kleine Geschenke erhalten die Freundschaft
bildlich
Beispiel:
gehoben ein Geschenk des Himmels (= unerwartete Freude, günstige Wendung)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schenken · Schenk(e) · Mundschenk · Schenkung · Geschenk · Schenke · Schank
schenken Vb. ‘unentgeltlich geben, als Gabe überlassen, überreichen’, ahd. skenken ‘zu trinken geben, einschenken’ (9. Jh.), mhd. mnd. schenken ‘zu trinken geben, zum Verkauf ausschenken, geben, verleihen’, asächs. skenkian, aengl. scencan, mnl. scenken, nl. schenken, afries. skenka, skanka (germ. *skankjan) ist verwandt mit ↗Schenkel, ↗Schinken, ↗hinken (s. d.) und weiteren dort genannten Wörtern. Zugrunde liegt die Wurzel ie. *(s)keng- ‘hinken; schief, schräg’. Auszugehen ist von der Bedeutung ‘einschenken, zu trinken geben’ (nur so ahd., asächs., aengl.), eigentlich ‘das Gefäß schief halten’; der heute herrschende Sinn entwickelt sich erst im Spätmhd. Mnd. (bzw. Mnl.) aus ‘darreichen’. Schenk(e) m. ‘Getränke Einschenkender, Hofbeamter für Getränke und Versorgung, Schankwirt, Kellermeister’, anfrk. skankio (8. Jh.), ahd. skenko, frühnhd. bier-, wīnschenke; Mundschenk m. (16. Jh.). Schenkung f. ‘Stiftung’, mhd. schenkunge ‘Geschenk’ (14. Jh.), auch ‘das Stillen von Kindern’ (15. Jh.). Geschenk n. ‘unentgeltlich Dargebrachtes’, mhd. geschenke ‘das Eingeschenkte’, spätmhd. ‘Geschenk’. Schenke f. ‘Gasthaus, Wirtshaus’ (von Obersachsen und Thüringen aus sich verbreitend), spätmhd. schenk(e) ‘Gabe, Geschenk’ (bis ins 17. Jh.), ‘Schmaus bei bestimmten Feiern, wo die Gäste Geschenke bringen, Schenkmaß, Wirtshaus’. Schank m. ‘das Ausschenken, Verkauf von (alkoholischen) Getränken’, noch erhalten in Schankstube, Schankwirt, Ausschank, mhd. schanc ‘Gefäß, aus welchem eingeschenkt wird’, dann ‘Wirtshaus’, auch ‘Geschenk’; rückgebildet (15. Jh.) aus schenken ‘ein-, ausschenken, zu trinken geben’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gabe · Geschenk · ↗Präsent  ●  ↗Aufmerksamkeit  geh.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Annahme Blume Geburtstag Himmel Sack Weihnacht Weihnachtsbaum annehmen auspacken bedanken besonder einpacken entgegennehmen großzügig kaufen klein kostbar mitbringen originell passend schön teuer toll unverhofft verpacken verpackt verteilen wertvoll überhäufen überreichen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Geschenk‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jetzt in diesem wunderbaren Museum ausstellen zu dürfen, das ist ein großes Geschenk.
Die Zeit, 22.12.2012, Nr. 52
Zum Weihnachtsfest liegen ein paar Geschenke mehr unter dem Baum.
Die Welt, 21.12.2005
Hier ist es relativ einfach, ein passendes Geschenk zu finden.
Giesder, Gabriele: Gutes Benehmen, Düsseldorf: Econ-Taschenbuch-Verl. 1991 [1986], S. 183
Und das Geschenk, das sie dazu nicht erwartet haben, ist für die Kinder mehr freie Zeit.
Bachmann, Ingeborg: Das dreißigste Jahr, München: R. Piper & Co. Verlag 1961, S. 12
Er nahm das Geschenk so freimütig an, wie es geboten worden war.
Bergengruen, Werner: Der letzte Rittmeister, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1956 [1952], S. 196
Zitationshilfe
„Geschenk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Geschenk>, abgerufen am 13.11.2019.

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