Genialität, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Genialität · Nominativ Plural: Genialitäten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungGe-ni-ali-tät · Ge-nia-li-tät (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1967

Bedeutung

schöpferische Begabung des Genies, geistig produktive Schöpferkraft
Beispiele:
die Genialität des Dichters, Komponisten, Künstlers
Vergeblich und verlogen darum jeder Versuch, Balzacs Genialität aus seinem Antlitz zu deuten [St. ZweigBalzac145]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Genie · genial · kongenial · Genialität
Genie n. ‘höchste schöpferische Geisteskraft, hochbegabter schöpferischer Mensch’, Entlehnung (Anfang 18. Jh.) von frz. génie ‘Begabung, Geist, Talent’, das zurückgeht auf lat. genius ‘Schutzgeist’, spätlat. ‘schöpferische Begabung, Talent’ (s. ↗Genius), zugleich aber auch lat. ingenium ‘Charakter, Begabung, Geist, Witz’ wiedergibt, auf dessen Einfluß der Genuswechsel im Dt. vom Maskulinum (noch bei Lessing, Schiller) zum heute allein gültigen Neutrum zurückzuführen ist. genial Adj. ‘von schöpferischer hoher Begabung’, seit Schiller übliche Verkürzung von genialisch (18. Jh.), das im Dt. zu Genie gebildet ist und nur formal, nicht nach Herkunft und Inhalt lat. geniālis ‘zum Genius gehörig, ehelich, festlich, heiter’ nahesteht. kongenial Adj. ‘geistig ebenbürtig’ (18. Jh.); s. ↗kon-. Genialität f. ‘schöpferische Begabung’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Genialität · ↗Scharfsinn
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Begabung Beweis Dilettantismus Erfindung Fleiß Funke Hauch Idiotie Inspiration Kreativität Mischung Phantasie Physiker Tugend Wahnsinn Witz aufblitzen bescheinigen bewundern dichterisch entspringen individuell künstlerisch musikalisch offenbaren paaren pädagogisch schöpferisch spielerisch umwerfend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Genialität‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur manchmal blitzte ihre Genialität gepaart mit unbändiger Kraft auf.
Die Welt, 29.04.1999
Seit siebzehn Jahren geht das so, immer am Rand des Ruins, des guten Geschmacks, der Genialität.
Die Zeit, 14.06.1996, Nr. 25
Zu wissen, zu fühlen, wo es nicht am Platz ist, ist allerdings bereits fast eine Genialität!
Altenberg, Peter: Mein Lebensabend, Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 22024
Aber wie hat sich diese Art von Genialität in den Teppich der Geschichte eingewirkt?
Heuß, Alfred: Das Zeitalter der Revolution. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 20617
Die Genialität des Bahnbrechens deckte sich nicht mit ihrem Bewußtsein der gebrochenen Bahn.
Hartmann, Nicolai: Der Aufbau der realen Welt, Berlin: de Gruyter 1940, S. 950
Zitationshilfe
„Genialität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Genialität>, abgerufen am 25.04.2019.

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