Gemetzel, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gemetzels · Nominativ Plural: Gemetzel
Aussprache
WorttrennungGe-met-zel (computergeneriert)
Grundformmetzeln
eWDG, 1967

Bedeutung

Metzelei, das Hinschlachten
Beispiele:
ein großes, blutiges, entsetzliches, schauerliches, grauenhaftes, furchtbares, sinnloses Gemetzel
die Schlacht war ein einziges Gemetzel
da begannen sie in den Straßen der Stadt ein Gemetzel und ein Blutbad [BebelAus meinem Leben549]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

metzeln · Gemetzel · niedermetzeln
metzeln Vb. ‘schlachten’ (15. Jh.), ‘massenweise niedermachen, hinmorden’ (16. Jh.), entlehnt aus mlat. macellare ‘schlachten’, einer Bildung zu lat. macellum ‘Marktplatz, Fleisch-, Gemüsemarkt, Fleisch’ (vgl. lat. macellārius ‘Schlächter, Fleischhändler’), griech. mákellon (μάκελλον) ‘Gehege, Gitter, Fleischmarkt, Lebensmittelhalle’. Gemetzel n. ‘Blutbad’ (17. Jh.). niedermetzeln Vb. ‘hinmorden’ (17. Jh.), das Simplex weitgehend ablösend.

Thesaurus

Synonymgruppe
Abschlachten · ↗Abschlachtung · ↗Blutbad · Gemetzel · ↗Massaker · Massenmorden  ●  ↗Metzelei  ugs.
Unterbegriffe
  • Bartholomäusnacht · Pariser Bluthochzeit
  • Aussig-Massaker · Massaker von Aussig
  • Veltliner Mord · Veltliner Protestantenmord

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blutvergießen Gott Hutu Massaker Schauplatz Schlacht Schlachtfeld Zivilbevölkerung Zivilist anrichten ausarten barbarisch beispiellos bestialisch blutig entehrend entkommen entsetzlich final furchtbar fürchterlich gnadenlos grauenhaft grauenvoll grausam grausig mörderisch regelrecht sinnlos verbal

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gemetzel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit Jahren erweist sich die westliche Welt als völlig unfähig, dieses tägliche Gemetzel zu befrieden.
Der Tagesspiegel, 14.09.2001
Wahrscheinlich kommt es auf die exakte Zahl der Gemetzel gar nicht an.
Die Zeit, 20.04.2000, Nr. 17
Viele Frauen und Kinder sind unter den Opfern des grundlosen Gemetzels.
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1930], S. 947
Das Gemetzel, das Vlad an den Überresten des Hähnchens angerichtet hatte, fiel nicht weiter auf.
Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 27
Weiträumig über das Waldstraßenviertel umging ich das Gemetzel der folgenden Stunden.
Loest, Erich: Völkerschlachtdenkmal, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1987 [1984], S. 70
Zitationshilfe
„Gemetzel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Gemetzel>, abgerufen am 14.11.2019.

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