Gemächte, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gemächtes · wird nur im Singular verwendet
Nebenform Gemächt · Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gemächt(e)s · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungGe-mäch-te ● Ge-mächt
eWDG, 1967

Bedeutung

veraltet männliche Geschlechtsteile
Beispiel:
indem er dem Kerl die Stiefelspitze ins Gemächte stieß [WelkHeiden269]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gemächt(e)1 n. männliche Genitalien, ahd. gimaht f. (9. Jh.), mhd. gemacht f., asächs. gimaht, mnd. gemacht f., gemechte n., mnl. gemachte n. Abgeleitet von ↗Macht (s. d.) im Sinne von ‘Zeugungsvermögen, -kraft’; vgl. bereits unpräfigiertes ahd. mahti Plur. als Glossierung von genitalia.

Gemächt(e)2 n. ‘Geschöpf, Verfertigtes, Machwerk’, mhd. gemecht(e) n., abgeleitet von ↗machen (s. d.); vgl. ahd. gimahhida f. ‘Gemachtes, Schöpfung, Verbindung, Vereinigung’ (8. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Griff gewaltig kratzen männlich verdecken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gemächt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ständig rupft er sich mit Macho-Gesten am Gemächte, und hin und wieder geht er auf der Bühne mit einem drallen Girl in den Clinch.
Der Spiegel, 13.06.1988
Damit wir das sehen, kratzt er sich ausgiebig am Gemächt.
Der Tagesspiegel, 11.09.2003
Er spricht ja immer wieder, er hat das größte Gemächt auf Gottes Erden, er macht es klar mit Frauen.
Süddeutsche Zeitung, 19.06.1999
Das nämlich gehört zum Eishockey wie das entschiedene Zurechtrücken des Gemächts.
Süddeutsche Zeitung, 21.02.2002
Die samtige Oberfläche imitiert jugendlich straffe Haut, die "perfekte Paßform" betont das Gemächte.
Die Zeit, 07.09.1998, Nr. 36
Zitationshilfe
„Gemächte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Gemächte#1>, abgerufen am 18.06.2019.

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Gemächte, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gemächtes · Nominativ Plural: Gemächte
Nebenform Gemächt · Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gemächt(e)s · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungGe-mäch-te ● Ge-mächt
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend Machwerk
Beispiel:
Ich las all das alberne Gemächte durch [WerfelAbituriententag113]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gemächt(e)1 n. männliche Genitalien, ahd. gimaht f. (9. Jh.), mhd. gemacht f., asächs. gimaht, mnd. gemacht f., gemechte n., mnl. gemachte n. Abgeleitet von ↗Macht (s. d.) im Sinne von ‘Zeugungsvermögen, -kraft’; vgl. bereits unpräfigiertes ahd. mahti Plur. als Glossierung von genitalia.

Gemächt(e)2 n. ‘Geschöpf, Verfertigtes, Machwerk’, mhd. gemecht(e) n., abgeleitet von ↗machen (s. d.); vgl. ahd. gimahhida f. ‘Gemachtes, Schöpfung, Verbindung, Vereinigung’ (8. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Griff gewaltig kratzen männlich verdecken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gemächt‹.

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Religion schweigt auch hier nicht vom Menschlichen, noch redet sie hinweg über die Gebrechen und die Gemächte seines Wesens.
Baeck, Leo: Das Wesen des Judentums, Frankfurt a. M.: Kauffmann 1932 [1905], S. 169
Zitationshilfe
„Gemächte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Gemächte#2>, abgerufen am 18.06.2019.

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