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Geltung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Geltung · Nominativ Plural: Geltungen
Aussprache
WorttrennungGel-tung
Wortbildung mit ›Geltung‹ als Erstglied: ↗Geltungsbedürfnis · ↗Geltungsbereich · ↗Geltungsdauer · ↗Geltungsdrang · ↗Geltungsstreben · ↗Geltungssucht · ↗Geltungswille · ↗geltungsbedürftig · ↗geltungssüchtig
 ·  mit ›Geltung‹ als Letztglied: ↗Weltgeltung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
meist im Singular
das Gelten, die Gültigkeit
Beispiele:
die Verordnung hat allgemeine Geltung
in, außer Geltung sein, kommen, bleiben
das Sprichwort besitzt in dieser Gegend eine unangreifbare Geltung
sein Wort hat bei uns Geltung (= genießt Achtung, Wertschätzung)
2.
nur im Singular
Wirkung, Wirksamkeit
zur Geltung kommen
Beispiele:
die Reklame kommt an dieser Stelle nicht gut zur, zu voller Geltung
du musst den Schmuck besser, mehr zur Geltung kommen lassen
Durch das helle gebrochene Gelb der Wände kamen die edelgebauten dunkelbraunen Möbel unvermindert zur Geltung [L. Frank6,415]
etw., sich zur Geltung bringen
Beispiel:
Er hatte die schönste tenorale Sprechstimme ... wenn er sich und das Seine zur Geltung brachte [H. MannZeitalter266]
sich [Dativ], einer Sache Geltung verschaffensich, etw. durchsetzen

Thesaurus

Synonymgruppe
Bedeutung · ↗Einfluss · Geltung · ↗Rang · ↗Wert  ●  ↗Wichtigkeit  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(Grad an) Interesse · ↗Ausmaß · ↗Aussagekraft · ↗Bedeutsamkeit · ↗Bedeutung · ↗Belang · ↗Dimension · Geltung · ↗Maßgeblichkeit · ↗Relevanz · ↗Signifikanz · ↗Stellenwert · ↗Tragweite · ↗Wichtigkeit
Assoziationen
Synonymgruppe
Achtung · ↗Ansehen · ↗Autorität · ↗Bedeutung · ↗Einfluss · Geltung · ↗Hochachtung · ↗Prestige · ↗Renommee · ↗Wertschätzung · ↗Würdigung  ●  ↗Standing  engl.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Faktizität Genesis Grundgesetz Kündigungsschutzgesetz Menschenrecht Norm Schwellenwert Völkerrecht absolut allgemein ausschließlich beanspruchen bringen empirisch erlangen gebührend intersubjektiv kanonisch kommen normativ objektiv rückwirkend unbedingt unbestritten uneingeschränkt universal universell verhelfen verschaffen überzeitlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Geltung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alle möglichen kulturellen Fertigkeiten kommen dort zur Geltung, wie Essen, Trinken, Tanzen, Flirten, bisweilen sogar Musizieren.
Der Tagesspiegel, 08.01.2002
Arbeiten aus dieser Zeit kommen bei der derzeitigen Auswahl in den Räumen am besten zur Geltung.
Süddeutsche Zeitung, 29.05.1996
Es bringt alle anderen Farben, auch die zartesten Töne, gut zur Geltung.
o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 116
Die Soziologie hat dann die typische Art der Geltung zu ermitteln.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 2
Denn hier, vor allem, kommt der persönliche Geschmack zur Geltung.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 28851
Zitationshilfe
„Geltung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Geltung>, abgerufen am 24.03.2019.

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