Gelse, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Gelse · Nominativ Plural: Gelsen
Aussprache
WorttrennungGel-se (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

österreichisch, umgangssprachlich Mücke, Stechmücke
Beispiel:
Denn die Gelsen würden einen an diesen schönen Sommertagen respektlos stechen [MusilSchwärmerIII]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gelse f. bair. öst. ‘Stechmücke, Schnake’ (17. Jh.), auch Gölsen f. und (älter) golsen (15. Jh.), gebildet zu gelsen, gelzen ‘summen, schreien’, Schallwort neben ↗gellen (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Moskito · ↗Mücke · ↗Stechmücke  ●  Gelse  österr. · ↗Schnake  schweiz., bair. · ↗Stanze  schweiz., bair. · Staunse  schweiz., bair.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und weil aufgrund des Überangebots von stechenden Gelsen sogar schon Touristen abgereist sein sollen, haben sich fünf Gemeinden zum Kampf entschlossen.
Süddeutsche Zeitung, 08.08.1997
Wer denkt an die Milliarden unschuldiger Gelsen, die zurzeit nicht genug Nahrung finden und mit Chemie bekämpft werden.
Die Zeit, 18.07.2013, Nr. 30
Wie viele Arbeitsplätze in München damit tatsächlich wegfallen, sei noch nicht definiert, erklärt HP-Sprecher Norbert Gelse.
Süddeutsche Zeitung, 08.03.2003
Bis dann Negria Anstalten zur Berennung der Sandroch traf und die Gelse nicht mehr in den Klub mitbrachte.
Doderer, Heimito von: Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre, Gütersloh: Bertelsmann 1996 [1951], S. 910
Zitationshilfe
„Gelse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Gelse>, abgerufen am 17.10.2019.

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