Gelübde, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gelübdes · Nominativ Plural: Gelübde
Aussprache
WorttrennungGe-lüb-de
Wortbildung mit ›Gelübde‹ als Letztglied: ↗Ehegelübde · ↗Klostergelübde · ↗Ordensgelübde
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben meist vor Gott oder vor sich selbst abgelegtes Gelöbnis
Beispiele:
ein Gelübde ablegen, leisten, tun
die Nonne hat ihr Gelübde verletzt
sie hat sich, ist durch ihr Gelübde gebunden, zur Askese verpflichtet
ein Gelübde erfüllen, halten, brechen
Dein Gelübde der Armut ist hinfällig [C. F. MeyerHochzeit d. Mönchs3,247]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gelübde n. ‘Gelöbnis, Versprechen’, ahd. gilubida f. ‘Übereinstimmung’ (um 1000), mhd. gelüb(e)de f. n., mnd. gelöfte n. ist Verbalabstraktum zu dem unter ↗loben (s. d.) aufgeführten Präfixverb ↗geloben.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bekräftigung · ↗Bund · ↗Ehrenwort · ↗Eid · ↗Erklärung · ↗Gelöbnis · Gelübde · ↗Schwur · ↗Verpflichtung
Unterbegriffe
Assoziationen
  • einen Eid ablegen · einen Eid leisten · einen Eid schwören
Synonymgruppe
Annahme · ↗Aufgabe · Gelübde · ↗Verpflichtung · ↗Versprechen · ↗Zusage
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Wortbruch · gebrochenes Versprechen · nicht eingehaltenes Versprechen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ablegen Ablegung Armut Einlösung Enthaltsamkeit Erfüllung Gebet Gehorsam Keuschheit Kongregation Mönch Nonne Orden Schweigen Versprechen abgelegt ablegen binden bindend brechen einlösen entbinden erfüllen erneuern ewig feierlich gebrechen heilig verpflichten zeitlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gelübde‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Luther hat ja darauf beharrt, einem Gelübde gefolgt zu sein.
Die Welt, 16.07.2005
Als er es nicht mehr aushielt, tat er ein Gelübde.
Schuh, Franz: Schreibkräfte, Köln: DuMont 2000, S. 234
Durch Abfall von den Gelübden wird man zum Abfall der Kirche.
Die Zeit, 30.10.1981, Nr. 45
Das Gelübde legte er 1759 ab, 1766 wurde er zum Priester geweiht.
Novák, Vladimír: Brixi (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1973], S. 1349
Als er es nicht mehr aushielt, tat er ein Gelübde.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 445
Zitationshilfe
„Gelübde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Gelübde>, abgerufen am 20.06.2019.

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