Götzenbild, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungGöt-zen-bild (computergeneriert)
WortzerlegungGötzeBild
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

in den Kult einbezogene bildliche Darstellung eines Götzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Götze · Götzenbild · Götzendiener · Götzendienst
Götze m. ‘Wesen, das als Gottheit verehrt wird, Abgott und seine bildliche Darstellung’. Das Wort ist eine Kurz- und Koseform von Gottfried, gebildet mit einem an den ersten Teil zweigliedriger Personennamen antretenden Suffix ahd. -(i)zo; vgl. Heinz, Hinz, Kunz neben Heinrich, Konrad. Die affektische Kurzform Götz(e) wird seit dem 15. Jh. appellativisch im Sinne von ‘Dummkopf, Schwächling’, aber auch, als Koseform von Gott verstanden, im Sinne von ‘Heiligenbild, Bildwerk’ (14. Jh.) gebraucht. In Luthers Sprache erhält der Ausdruck (1520) die Bedeutung ‘falscher Gott, Abgott’. Götzenbild n. ‘Abgott in bildlicher Darstellung’ (16. Jh.). Noch nicht bei Luther; das Kompositum breitet sich erst seit dem 17. Jh. stärker aus, als Götze seine Bedeutung ‘Bildwerk’ weitgehend einbüßt. Götzendiener m. Götzendienst m. (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Abgott · ↗Idol · falscher Gott  ●  Götze  abwertend · Götzenbild  abwertend
Assoziationen
Synonymgruppe
Götzenbild [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]

Typische Verbindungen
computergeneriert

anbeten heidnisch zerstören

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Götzenbild‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Den Tempel entweihte er mit Götzenbildern, den Juden verbot er die Ausübung ihrer Religion.
Süddeutsche Zeitung, 24.12.1997
Dick, alt, glotzäugig glich er den vor ihm sitzenden Götzenbildern.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 938
In der sowjetisch besetzten Zone dagegen trat an die Stelle der freien Wirtschaft das starre, unbewegliche Götzenbild „Plan“.
Die Zeit, 20.11.1952, Nr. 47
Das Götzenbild zuckt, bewegt sich, immer rascher, immer heftiger, tanzt.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 391
Die Götzenbilder standen unter freiem Himmel, Tempel sind nirgends erwähnt noch entdeckt worden.
Unbegaun, B. O.: Slawische Religion. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 22729
Zitationshilfe
„Götzenbild“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Götzenbild>, abgerufen am 24.04.2019.

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