Frisur, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Frisur · Nominativ Plural: Frisuren
Aussprache
WorttrennungFri-sur (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Frisur‹ als Letztglied: ↗Abendfrisur · ↗Intimfrisur · ↗Irokesenfrisur · ↗Pagenfrisur · ↗Pferdeschwanzfrisur · ↗Ponyfrisur · ↗Rastafrisur · ↗Schlaffrisur · ↗Sturmfrisur · ↗Tagesfrisur · ↗Vokuhilafrisur · ↗Zweitfrisur
eWDG, 1967

Bedeutung

Art und Weise, in der das Haar gekämmt, gelegt, gesteckt ist, Haartracht
Beispiele:
eine sorgfältige, kunstvolle, neue, hohe, hochgekämmte, gewagte Frisur
umgangssprachlichdie Frisur sitzt
eine moderne, veränderte Frisur haben
die Frisur ordnen, ändern
ihre lockere Frisur wippte um das Köpfchen [H. MannSchlaraffenland1,112]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

frisieren · Friseur · Frisur
frisieren Vb. ‘das Haar kunstvoll, gefällig ordnen’ (Ende 17. Jh.), friseren (Anfang 17. Jh.). Das vielleicht durch Vermittlung von nl. friseren (vgl. ongefriseert 1629) aus frz. friser ‘kräuseln’ (von Haar, Stoff, Wasseroberfläche) entlehnte Verb steht anfangs auch (von der Perückenkunst übertragen?) für ‘(ein Kleidungsstück) mit Rüschen oder Krausen versehen, kräuseln’. Diesem Gebrauch folgt wohl die in der Kaufmannssprache entstandene Wendung eine Bilanz frisieren ‘beschönigen, zu eigenen Gunsten fälschen’ (19. Jh.). Mfrz. frz. friser schließt sich an im Mfrz. aufkommende Flexionsformen mit s-Erweiterung von afrz. (frz.) frire ‘backen, braten’ an, das aus lat. frīgere ‘braten, rösten, am Feuer dörren’ hervorgegangen ist. Die Bedeutungsentwicklung zu ‘kräuseln’ ist wohl im Hinblick auf die Verformung, das Krummwerden der Speisen beim Rösten und Braten entstanden. Friseur m. ‘Haarpfleger, -künstler, -schneider’ (Ende 17. Jh., neben Frisierer), französierende Bildung zum Verb (vgl. frz. coiffeur). Frisur f. ‘Haartracht’ (18. Jh.), aus gleichbed. frz. frisure.

Thesaurus

Synonymgruppe
Frisur · ↗Haarschnitt · ↗Schnitt
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bart Brille Garderobe Haarfarbe Klamotte Klamotten Kleid Kleidung Kosmetik Make-up Schminke adrett akkurat aufgetürmt gefönt gegelt gescheitelt gestylt hochgesteckt hochtoupiert kunstvoll modisch schick stylen toupiert turmhoch verrutschen wirr zerzausen zerzaust

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Frisur‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei den letzten beiden Frisuren hat er prompt Tore gemacht.
Bild, 27.04.2005
Fast alle tragen schrille Frisuren, und Spiel heißt für sie Kampf.
Der Tagesspiegel, 20.09.2000
Zum guten Benehmen, zum Bewegen in der Öffentlichkeit gehören auch die Kleidung, die Frisur, die Mode.
Ichenhäuser, Ernst Z.: Erziehung zum guten Benehmen, Berlin: Volk u. Wissen 1983, S. 66
Du wolltest mir doch auch mal ein Bild schicken von Deiner neuen Frisur.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 20.11.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Was Du da schreibst, wegen Deiner Frisur, ist unbedingt richtig.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 27.09.1939, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Frisur“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Frisur>, abgerufen am 13.11.2019.

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