Frühling, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Frühlings · Nominativ Plural: Frühlinge
Aussprache
WorttrennungFrüh-ling
Wortzerlegungfrüh-ling
Wortbildung mit ›Frühling‹ als Erstglied: ↗Frühlingsanfang · ↗Frühlingsbeginn · ↗Frühlingsblume · ↗Frühlingsblüte · ↗Frühlingsbote · ↗Frühlingsdepression · ↗Frühlingsfest · ↗Frühlingsfingerkraut · ↗Frühlingsgefühl · ↗Frühlingshimmel · ↗Frühlingslied · ↗Frühlingsluft · ↗Frühlingsmonat · ↗Frühlingsmorgen · ↗Frühlingsmärchen · ↗Frühlingsnacht · ↗Frühlingsregen · ↗Frühlingsrolle · ↗Frühlingssonne · ↗Frühlingssturm · ↗Frühlingstag · ↗Frühlingswetter · ↗Frühlingswiese · ↗Frühlingswind · ↗Frühlingszeit · ↗Frühlingszwiebel · ↗frühlingsfrisch · ↗frühlingshaft
 ·  mit ›Frühling‹ als Letztglied: ↗Geistesfrühling · ↗Liebesfrühling · ↗Nachfrühling · ↗Völkerfrühling
eWDG, 1967

Bedeutung

erste der vier Jahreszeiten, in der die Natur wieder zu neuem Leben erwacht
Beispiele:
ein warmer, milder, nasser, kalter, später Frühling
die wärmende Sonne, Luft des Frühlings
es ist, wird bald Frühling
der Frühling beginnt
gehoben der Frühling zieht ein, geht ins Land
tote begrabene Frühlinge fangen wieder an zu grünen und zu blühen [RaabeSperlingsgasseI 1,7]
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche / Durch des Frühlings holden, belebenden Blick [GoetheFaustI 904]
salopp, spöttisch, bildlich
Beispiele:
hasch mich, ich bin der Frühling (= drückt ablehnende Kritik an einer zu auffällig jugendlichen Kleidung und Haltung aus)
handgroße Broschen aus Altsilber vorm Bauch und Feldblumen im Haar – hasch mich, ich bin der Frühling! [BredelSöhne129]
gehoben, übertragen Blütezeit
Beispiele:
der Frühling des Lebens, der Liebe
in der Klassik erlebte die deutsche Dichtung einen neuen Frühling
Des Minnesangs Frühling [Buchtitel]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Frühling · Frühjahr
Frühling m. ‘Jahreszeit des beginnenden Wachstums und der Blüte’, auch im Sinne von ‘Frühzeit, Anfangszeit’ auf Lebensalter und Zeitepochen übertragen, frühnhd. früelinc (15. Jh.). In älterer Sprache auch Bezeichnung für ein im Frühjahr geborenes Tierjunges. Frühling (in der Lutherbibel verwendet) tritt in Konkurrenz zu älterem ↗Lenz (s. d.); in einigen Landschaften gilt Frühjahr n. (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Frühjahr · Frühling · ↗Frühlingszeit  ●  ↗Lenz  poetisch
Oberbegriffe
Assoziationen
Antonyme
  • Frühling

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bote Frühling Frühsommer Hauch Herbst Jahreszeit Niederschlagung Prager Sommer Vorbote Winter Zerschlagung anbrechen antarktisch arabisch beginnend blühen duften erleben erlebt erwachen ewig kroatisch meteorologisch nahen nahend riechen slowenisch stumm zweit

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Frühling‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Richtigen Frühling wird es also hier so bald nicht geben.
Der Tagesspiegel, 15.03.2005
Politische Arbeit macht müde, da konnte man nicht immer aussehen wie der Frühling.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 208
Bei uns hier ist der Frühling noch gar nicht da.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 05.05.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Das nimmer rastende Leben sendet die ersten Boten aus, den wiederkehrenden Frühling zu begrüßen.
Welt und Wissen, 1927, Nr. 2, Bd. 16
Und dräut der Winter noch so sehr - Frühling muß es doch werden.
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 05.03.1907
Zitationshilfe
„Frühling“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Frühling>, abgerufen am 18.10.2019.

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